Panorama
Russland fürchtet chemische Verseuchung von chinesischem Fluss
PEKING, 29. Juli (RIA Novosti). Nachdem Tausende Behälter mit chemischen Stoffen in den chinesischen Sungari-Fluss geraten sind, will Russland nun wissen, wie viele davon seine Grenze erreichen. Hunderte Fässer wurden nach chinesischen Angaben inzwischen abgefangen.
Die regionale Wetter- und Umweltbehörde in Russisch-Fernost hat China um präzise Angaben zum Zwischenfall gebeten, sagte Behördenchef Alexander Gawrilow am Donnerstag RIA Novosti: „Wir wollen unter anderem wissen, was die Behälter enthalten und wie viele davon abgefangen wurden“. Wenn es nicht gelinge, alle Fässer herauszufischen, würden sie in zwei Wochen die russische Grenze erreichen.
Eine Sprecherin des chinesischen Umweltministeriums versicherte RIA Novosti am Donnerstag, die Katastrophenschützer seien am Fluss rund um die Uhr im Einsatz. China werde kein ökologisches Desaster zulassen.
Wie die Agentur Xinhua unterdessen meldete, hatte das Flutwasser insgesamt rund 7.000 Behälter vom Gelände eines Chemiewerkes fortgeschwemmt. Ungefähr jeder zweite davon sei allerdings leer. Der Rest enthalte rund 160 Tonnen zum Teil explosive Stoffe. Rund 350 Behälter seien bis Donnerstagvormittag aus dem Wasser geholt worden.

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