Panorama
Missbrauchsverdacht: Keine einschlägigen Beweise im Fall Pletnjow - Anwalt
PATTAYA, 30. Juli (RIA Novosti). Zum Ermittlungsverfahren gegen den russischen Pianisten und Dirigenten Michail Pletnjow, der des sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Thailänders verdächtigt wird, liegen laut dem thailändischen Anwalt des Musikers, Phaibong, keine einschlägigen Beweise vor.
Ihm zufolge seien inzwischen keine Veränderungen in der Ermittlung eingetreten.
„Die Polizei hat bislang keine Materialien dazu an die Staatsanwaltschaft geleitet. Die Ermittlung geht weiter“, sagte der Anwalt RIA Novosti.
Wie der zuständige Polizeiermittler früher der Agentur mitgeteilt hatte, beruhe das Untersuchungsverfahren gegen Pletnjow nur auf der Anzeige der Angehörigen des mutmaßlichen Opfers.
Das Stadtgericht von Pattaya, Provinz Chonburi, hat am Freitag beschlossen, dass Pletnjow weiterhin gegen Kaution auf freiem Fuß bleibt. Da diese Auflage nach dem thailändischen Gesetz alle zwölf Tage verlängert werden muss, soll sich Pletnjow am 11. August wieder dem Gericht stellen.
Pletnjow, der Immobilien in Thailand besitzt und dort jährlich mehrere Wochen verbringt, war Anfang Juli von der Polizei in Pattaya wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines 14-jährigen festgenommen worden. Der Musiker weist die Anschuldigung zurück.

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