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Mehr Tote in der „Costa Concordia“

Thema: Kreuzfahrtschiff läuft vor Italien auf Grund

Costa Concordia
19:41 17/01/2012
MOSKAU, 17. Januar (RIA Novosti).

Taucher haben fünf weitere Leichen in dem havarierten Schiff „Costa Concordia“ gefunden. Die Zahl der Todesopfer ist damit auf mindestens elf gestiegen, 24 Menschen gelten noch als vermisst, meldet die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia mit insgesamt 4229 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord war am Freitag von Civitavecchia aus zu einer Mittelmeerkreuzfahrt aufgebrochen. In der Nacht zum Samstag hat das Schiff einen Felsen gerammt und war leckgeschlagen.

Der Kapitän des Schiffes, Francesco Schettino, wurde bereits festgenommen. Ihm wird mehrfache fahrlässige Tötung, Verursachung der Havarie und das Verlassen der „Costa Concordia“ während der Evakuierung vorgeworfen. Italienischen Gesetzen zufolge drohen Schettino allein für den letzten Punkt bis zu zwölf Jahre Haft, sollte er in einem Prozess verurteilt werden.

Schettino soll die zur Insel gefährlich nahe Route gewählt haben, um seinem von der Insel stammenden Oberkellner Antonello Tievoli die Möglichkeit zu geben, Giglio zu grüßen.

Derzeit liegt das Schiff vor der Insel und droht abzurutschen. Umweltschützer fürchten, dass der Treibstoff des Schiffes das Ökosystem der Region verschmutzen kann.

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