Panorama
Australien: Regierungschefin verliert auf der Flucht vor Aborigines einen Pantoffel
MOSKAU, 26. Januar (RIA Novosti).
Die australische Regierungschefin Julia Gillard hat am Donnerstag in der Hauptstadt Canberra bei der Flucht vor einer rasenden Menge australischer Aborigines, die in einem Zeltlager gegen den Nationalfeiertag Australia Day protestiert hatten, ähnlich einer bekannten Märchengestalt ihren rechten Schuh verloren.
Wie die „Sydney Morning Herald“ am Donnerstag in ihrer Online-Version weiter mitteilte, hatten fast 200 Aborigines zunächst gegen die Fenster des Restaurants geklopft, in dem sich Gillard mit dem Oppositionsführer Tony Abbot getroffen hatte. Als die Ministerpräsidentin das Restaurant verließ, bedrängten Protestteilnehmer die Politikerin, bis sie in den Wagen einstieg. Die aufgebrachte Menge beschimpfte dabei sie und Abbot als Rassisten.
AP zufolge sorgten dabei mindestens 50 Polizisten für Gillards Sicherheit. Ihr Leibwächter musste die Kabinettschefin buchstäblich umarmen, um sie vor den wütenden Ureinwohnern zu retten. In der Eile stolperte Gillard und verlor auf dem Weg zum Wagen ihren Schuh.
Am 26. Januar feiert Australien die Ankunft der ersten weißen Siedler im Jahr 1788 als Nationalfeiertag. Der Australia Day wird regelmäßig von Protesten der Aborigines begleitet, die diesen Tag als Beginn der ausländischen Intervention und Besetzung ihres Landes sehen.
500 000 der insgesamt 23 Millionen Einwohner Australiens sind Aborigines.

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