Panorama
Casino-Affäre: Gericht in Polen beschließt Auslieferung von russischem Ex-Staatsanwalt

Alexander Ignatenko
© RIA Novosti. Ewgenij BezekaNAWY SACZ, 08. Februar (RIA Novosti).
Ein Gericht in Polen hat beschlossen, den früheren Vize-Staatsanwalt des Moskauer Gebietes Alexander Ignatenko, nach dem in Russland wegen einer Casino-Affäre gefahndet wird, nach Russland auszuliefern. Ignatenko war im Januar im polnischen Ski-Resort Zakopane verhaftet worden.
Am Mittwoch entsprach ein Gericht in Nawy Sacz einem Auslieferungsantrag aus Moskau, wie ein RIA-Novosti-Korrespondent berichtet. Zugleich verlängerte das Gericht die Haft für Ignatenko bis zum 9. Juni.
Die Verteidigung des Verdächtigen kündigte Berufung an. Wenn die Berufungsinstanz in Krakau die heutige Entscheidung des Gerichts in Nawy Sacz bestätigt, wird der polnische Justizminister über Ignatenkos Auslieferung entscheiden.
Ignatenko war zur internationalen Fahnung ausgeschrieben worden, nachdem im Frühjahr 2011 im Gebiet Moskau ein ganzer Ring von illegalen Casinos und Glücksspielhallen aufgeflogen war. Nach Angaben der Ermittler waren ranghohe Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft und des Innenministeriums in das illegale Geschäft, das polizeilichen Angaben zufolge zwischen fünf und zehn Millionen US-Dollar monatlich gebracht hat, verwickelt. Ignatenko, der als die Hauptfigur des Skandals gilt, wurde am 1. Januar in Zakopane festgenommen, wohin er mit einem falschen Pass gekommen war, um seine Frau und seinen Sohn wiederzusehen.

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Casino-Affäre: Russischer Ex-Staatsanwalt Ignatenko in Polen inhaftiert

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