Panorama
Anwalt: Jet von Mazedoniens Präsident Boris Trajkovski 2004 von Rakete abgeschossen
MOSKAU, 22. Februar (RIA Novosti).
Sieben Jahre nach dem Tod des mazedonischen Präsidenten Boris Trajkovski bei einem Flugzeugabsturz in Bosnien behauptet ein mazedonischer Anwalt, dass der Präsidentenjet von einer Luft-Luft-Rakete getroffen worden sei.
Es gebe ein Foto und ein Video, die beweisen, dass Trajkovskis Jet von einem Jagdflugzeug beschossen und zum Absturz gebracht worden sei, sagte Anwalt Ignat Pancevski, der die Interessen der Hinterbliebenen vertritt, in einem Interview für die bosnische Zeitung Dnevni avaz. Auch gebe es Bewiese dafür, dass einige Flugzeuginsassen den Absturz überlebt haben und schon auf der Erde mit Flammenwerfern verbrannt worden seien. Der Anwalt sagte auch, er wisse, wer hinter der Tat stehe, könne es aber vorerst nicht bekannt geben.
Der mazedonische Präsident Boris Trajkovski und acht weitere Insassen des Präsidentenflugzeugs Beech Aircraft waren am 26. Februar 2004 beim Absturz der Maschine nahe der bosnischen Stadt Mostar umgekommen. Die meisten Opfer waren bei der Katastrophe stark verkohlt und konnten nur mithilfe von DNA-Tests identifiziert werden.
Bei den fast ein Jahr dauernden Untersuchungen kamen mazedonische und bosnische Ermittler zu dem Schluss, dass dichter Nebel sowie ein Versagen der Piloten die Katastrophe verursacht hatten. Dennoch kündigte der Schweizer Politiker Andreas Gross, privater Freund von Boris Trajkovski, an, ihm liegen abweichende Angaben über die Todesumstände des mazedonischen Präsidenten vor, die von den Ermittlern ignoriert worden seien. Er forderte eine neue Ermittlung.
Trajkovski war von 1999 bis 2004 mazedonischer Präsident. Während seiner Amtszeit kam es im Raum Tetovo an der Grenze zum Kosovo zu einem bewaffneten Konflikt zwischen der albanischen Minderheit und mazedonischen Sicherheitskräften.

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