Über die AgenturDie Russische Agentur für internationale Informationen RIA Novosti gehört zu den im In- und Ausland angesehensten und professionellsten Quellen der operativen Information. Die Agentur hat ein weit verzweigtes Korrespondentennetz in der Russischen Föderation, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und in mehr als 40 anderen Ländern der Welt. Täglich verbreitet die RIA Novosti im Internet und über die Kanäle der elektronischen Nachrichtenverbindung gesellschaftspolitische, wirtschaftliche, wissenschaftliche und finanzielle Informationen in russischer sowie in den wichtigsten europäischen und in arabischer Sprache. Die RIA Novosti von heute ist ein offenes Informationspodium (Presseklub) für die Durchführung von Presseveranstaltungen und Begegnungen mit Journalisten. Der Übersetzungsdienst der Agentur zählt mehr als 90 hoch qualifizierte Übersetzer, die in zwölf Sprachen arbeiten. Die RIA Novosti verfügt über den größten Fotodienst Russlands und eine der umfangreichsten Fotobanken mit mehr als 600 000 Fotos. Die RIA Novosti vervollkommnet ständig ihre Technologien der Informationsproduktion und -verbreitung. Als einer der ersten professionellen Informationslieferanten auf dem russischen Markt begann die Agentur eine aktive Arbeit im Internet. Auf ihrer Internet-Seite www.rian.ru publiziert die RIA Novosti die wichtigsten Informationsprodukte der Agentur im Onlinebetrieb. Für den Zugang zum vollen Informationsspektrum gibt es ein Abonnementssystem. Die Agentur hat die Möglichkeit, für ausländische Journalisten Pressereisen nach Russland zu organisieren, thematische Präsentationen und Presseveranstaltungen im Ausland durchzuführen sowie Monitoring und Analyse von Publikationen in ausländischen Massenmedien vorzunehmen. Zu ihren Verdiensten zählt die Agentur die Organisation von Fernsehbrücken über die ISDN-Nachrichtenkanäle, die Übertragung von Pressekonferenzen im Internet, die Gestaltung von thematischen Rundtisch-Gesprächen und von Maßnahmen im off-the-records-Format. Zu den Kunden der RIA Novosti gehören die Präsidialverwaltung und die Regierung Russlands, der Föderationsrat und die Staatsduma, die führenden Ministerien und andere zentrale Dienststellen, die Verwaltungen der Föderationssubjekte, Vertreter von russischen und ausländischen Geschäftskreisen, diplomatischen Missionen und gesellschaftlichen Organisationen. Generaldirektorin: Swetlana Wassiljewna Mironjuk Geschichte der RIA Novosti Die Geschichte der RIA Novosti begann am 24. Juni 1941, als auf der Grundlage des Beschlusses des Rates der Volkskommissare der UdSSR und des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (Bolschewiki) "Über die Bildung und die Aufgaben des Sowjetischen Informationsbüros" beim Rat der Volkskommissare der UdSSR und dem ZK der KPdSU(B) das Sowjetische Informationsbüro (Sowinformbüro) geschaffen wurde. Die Aufgabe des Büros bestand in der Leitung der Berichterstattung über die internationalen Ereignisse, den Kriegsverlauf und die Ereignisse des inneren Lebens des Landes in Presse und Rundfunk (vom 14. Oktober 1941 bis zum 3. März 1942 befand sich das Sowinformbüro in der Stadt Kuibyschew). Die Hauptaufgabe bestand darin, Sammelberichte über die Lage an den Fronten, die Arbeit im Hinterland und die Partisanenbewegung für den Rundfunk und die Presse zusammenzustellen. Das Sowinformbüro leitete die Tätigkeit des Gesamtslawischen Komitees, des Antifaschistischen Komitees der Sowjetfrauen, des Antifaschistischen Komitees der Sowjetjugend, des Antifaschistischen Komitees der sowjetischen Wissenschaftler und des Jüdischen Antifaschistischen Komitees. 1944 wurde im Bestand von Sowinformbüro ein Sonderbüro für Propaganda für das Ausland gebildet. Über 1 171 Zeitungen, 523 Zeitschriften und 18 Rundfunksender in 23 Ländern der Welt, die sowjetischen Botschaften im Ausland, die Gesellschaften für Freundschaft mit anderen Ländern, Gewerkschafts-, Frauen-, Jugend- und wissenschaftliche Organisationen unterrichtete das Sowinformbüro die Leser und Hörer über den Kampf des Sowjetvolkes gegen den Faschismus und in der Nachkriegszeit über die wichtigsten Richtungen in der Innen- und Außenpolitik der Sowjetunion. Die Leiter des Sowinformbüros waren A. S. Schtscherbakow (1941 - 1945), S. A. Losowski (1945 - 1948), Ja. S. Chawinson und D. A. Polikarpow. 1961 wurde auf der Basis von Sowinformbüro die Presseagentur Novosti (APN) geschaffen. Sie entwickelte sich zum führenden Informations- und Publizistikorgan der sowjetischen gesellschaftlichen Organisationen. Die Gründungskonferenz fand am 21. Februar 1961 statt. Die Konferenz von Vertretern der sowjetischen gesellschaftlichen Organisationen fasste den Beschluss, eine Presseagentur der gesellschaftlichen Massenorganisationen unter dem Namen Novosti zu gründen. Das oberste Leitungsorgan der Agentur war ihr Gründerrat. Die Gründer der APN waren: der Journalistenverband der UdSSR, der Schriftstellerverband der UdSSR, der Verband der sowjetischen Gesellschaften für Freundschaft und kulturelle Verbindungen mit dem Ausland und die Gesellschaft "Snanije" (Wissen). Am 3. April 1961 wurde die Satzung der Agentur angenommen. Entsprechend der Satzung hatte die APN die Aufgabe, "durch die weite Verbreitung authentischer Informationen über die UdSSR im Ausland und die Bekanntmachung der sowjetischen Öffentlichkeit mit dem Leben der Völker anderer Länder maximal zum gegenseitigen Verstehen und Vertrauen sowie zur Freundschaft zwischen den Völkern beizutragen". Die Losung der APN lautete: "Informationen um des Friedens, um der Völkerfreundschaft willen". Die APN hatte Vertretungen in mehr als 120 Ländern. Sie gab 60 illustrierte Zeitungen und Zeitschriften in 45 Sprachen der Welt mit der einmaligen Auflage an Drucksachen von 4,3 Mio. Exemplaren heraus. Gemeinsam mit dem Verband der sowjetischen Gesellschaften für Freundschaft und kulturelle Verbindungen mit dem Ausland gab die APN die Zeitung "Moskowskije novosti" (Moskauer Nachrichten) heraus; im September 1990 wurde sie zu einer unabhängigen Ausgabe. Beim APN-Verlag erschienen über 200 Bücher und Broschüren mit einer Gesamtauflage von rd. 20 Mio. Exemplaren im Jahr. 1989 eröffnete die APN ein Fernsehzentrum, das später in die Fernsehgesellschaft TV-Novosti umgebildet wurde. Die Leiter der APN: Boris Burkow (1961 - 1970), Iwan Udalzow (1970 - 1975), Lew Tolkunow (1975 - 1983), Pawel Naumow (1983 - 1986), Valentin Falin (1986 - 1988) und Albert Wlassow (1988 - 1990). Am 27. Juli 1990 wurde entsprechend dem Erlass des Präsidenten der UdSSR Michail Gorbatschow "Über die Gründung der Nachrichtenagentur ‚Novosti'" auf der Basis der APN die Nachrichtenagentur Novosti (IAN) geschaffen. "Zwecks Informationssicherstellung der staatlichen Innen- und Außenpolitik der UdSSR und im Interesse der Demokratisierung der Massenmedien wird die Presseagentur ‚Novosti' in die Nachrichtenagentur ‚Novosti' umbenannt. Die IAN hat praktisch die gleichen Aufgaben: in der UdSSR und im Ausland Presse-, Fernseh- und Rundfunkmaterialien vorzubereiten und zu verbreiten sowie die öffentliche Meinung im In- und Ausland über Fragen der Außen- und Innenpolitik der UdSSR zu erforschen." Es wurde eine Computerdatenbank angelegt, die ursprünglich über 250 000 Dokumenteneinheiten enthielt. Ab 1991 erschien das Band der operativen Informationen "Info-Novosti". IAN-Vertretungen gab es in 120 Ländern der Welt. Die IAN gab 13 illustrierte Zeitschriften und Zeitungen heraus. Der Vorstandsvorsitzende der IAN war Albert Iwanowitsch Wlassow. Im September 1991 entstand auf der Basis der IAN und der Russischen Informationsagentur die Russische Nachrichtenagentur (RIA) Novosti. Durch einen Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation vom 22. August 1991 wurde die RIA Novosti dem Ministerium für Presse und Information unterstellt. Die RIA Novosti hatte beinahe 80 Auslands- und Korrespondentenbüros, über 1 500 Abonnenten in den Mitgliedsländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und ca. 100 Abonnenten im Ausland. Seit 1993 ist die RIA Novosti aufgrund eines Erlasses des Präsidenten der Russischen Föderation vom 15. September 1993 "Über die Russische Nachrichtenagentur ‚Novosti'" eine staatliche Informations- und Analyseagentur. 1996 arbeitete "RIA-Radio", ein Funkkanal der RIA Novosti. Im August 1997 entstand auf der Basis des Fernsehkanals der RIA unter Beteiligung der Gesamtrussischen Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft (WGTRK) als Gründungsmitglied der TV-Kanal "Kultura". Im Mai 1998 wurde auf der Grundlage des Erlasses des Präsidenten der Russischen Föderation "Über die Vervollkommnung der Arbeit der staatlichen elektronischen Massenmedien" die Informationsholding WGTRK geschaffen, der auch die RIA Novosti angehörte. Ab Mai 1998 hieß sie Russische Nachrichtenagentur "Westi" (Nachrichten), behielt aber als Massenmedium die alte Bezeichnung RIA Novosti bei. Das Hauptkriterium der Informationsprodukte der RIA Novosti ist die Kombination von operativer Arbeit, Objektivität, Authentizität und der eigenen, von der politischen Konjunktur unabhängigen Meinung.
Leiter der RIA Novosti: Im April 2004, im Zusammenhang mit der staatlichen Registrierung der am 01.04.2004 in die Gründungsurkunden eingetragenen Veränderungen, wurde das Föderale staatliche unitäre Unternehmen Russische Nachrichtenagentur "Westi" in das Föderale staatliche unitäre Unternehmen Russische Agentur für internationale Informationen RIA Novosti (russ. Abk.: FGUP RAMI RIA Novosti) umbenannt. Das FGUP RAMI "RIA Novosti" wird von der Generaldirektorin Swetlana Wassiljewna Mironjuk geleitet. Die leitenden Mitarbeiter der Agentur und ihrer Struktureinheiten
Chefredakteurin der FGUP RAMI RIA Novosti
Generaldirektor
Stellvertretende Chefredakteure Burmistrow, Leonid Valerjewitsch Stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Vereinigten Redaktion Internationale Zusammenarbeit - Wychucholew, Sergej Wladimirowitsch
Leiterin der Vertretung in Großbritannien und stellvertretende Chefredakteurin - Demtschenko, Irina Grigorjewna
Stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Vereinigten Nachrichtenredaktion - Filimonow, Maxim Gennadjewitsch
Stellvertretende Generaldirektoren Gorbunow, Sergej Valerjewitsch Schirnichin, Sergej Petrowitsch
Kislow, Oleg Nikolajewitsch Lewtschenko, Valeri Jurjewitsch Vereinigte Nachrichtenredaktion Erste Stellvertreterin des Leiters - Lossewa, Natalija Gennadjewna Stellvertreterin des Leiters - Gorbunowa, Natalja Michailowna Stellvertretender Leiter und Chef der Fremdsprachenredaktion - Krassowski, Maxim Borissowitsch Direktion Audiovisuelle Information Wladimir V. Baranow
Hauptdirektion Internationale Zusammenarbeit
Hauptdirektion GUS-Länder und Baltikum
Hauptredaktion Gesellschaftspolitik
Hauptredaktion Übersetzungen
Direktion Entwicklung Stellvertretende Direktorin und Leiterin der Verwaltung Informationssicherung und Analysen - Rjabowa, Olga Anatoljewna Leiter der Verwaltung Business Development - Grusdew, Dmitri Nikolajewitsch
Pressezentrum der RIA Novosti
Zentrum für Kommunikation und Strategische Entwicklung Pressesprecherin - Popowa, Jelena Borissowna
Direktion Rechtswesen
Finanzdirektion
Direktion Informationstechnologien Direktor der Verwaltungsdirektion - Generalow, Wladimir Antonowitsch
Verwaltung Innere Kontrolle Pass- und Visaabteilung Leiterin der Abteilung - Kusmina, Galina Michailowna
Verwaltung Interne Sicherheit
Allgemeine Verwaltung |
|
|
||