Osch. Archivbild
Bei den Unruhen in Südkirgistan im Juni 2010 sind laut dem Chef einer internationalen unabhängigen Untersuchungskommission, Kimmo Kiljunen, fast 470 Menschen in dieser mittelasiatischen Republik getötet worden, 75 Prozent der Toten waren Usbeken und 25 Prozent Kirgisen.
Laut dem Chef der internationalen unabhängigen Kommission für die Untersuchung der Ereignisse vom vorigen Sommer im Süden von Kirgistan, Kimmo Kiljunen, liegen keine Beweise für die Verwicklung einer dritten Kraft in die ethnischen Unruhen in Süden von Kirgistan.
Die Situation in Südkirgistan, das im Juni 2010 von ethnisch geprägten Gewalttaten erschüttert wurde, ist nach Eingeständnis der Behörden weiterhin äußerst angespannt und unberechenbar.
Das postsowjetische Sicherheitsbündnis CSTO (dt.: Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit, OVKS) hat laut Russlands Präsident Dmitri Medwedew abgewogen auf die blutigen Krawalle im Juni in Kirgistan reagiert und „keine fatalen Fehler“ begangen.
Die internationale unabhängige Kommission zur Untersuchung der ethnischen Auseinandersetzungen vom Juni 2010 in Südkirgistan hat laut Kimmo Kljunen, dem Zentralasien-Beauftragten der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, ihre Arbeit in Kirgistan aufgenommen.
Der Direktorenrat der Weltbank hat am Freitag beschlossen, 70 Millionen US-Dollar für ein Programm zur Unterstützung Kirgistans bereitzustellen.
Russland wird diversen UN-Fonds in diesem Jahr rund acht Millionen US-Dollar als Hilfe für die zentralasiatische Republik Kirgistan zur Verfügung stellen.
Die kirgisische Führung hat sich mit dem OSZE-Sekretariat noch nicht über alle Punkte des Memorandums zu den Befugnissen einer polizeilichen Beratergruppe der OSZE in der Republik geeinigt.
Der Haushalt Kirgistans lässt es nicht zu, alle während der Unruhen im Juni im Süden der Republik zerstörten Häuser aus staatlichen Mitteln wieder aufzubauen.
Die USA haben Kirgistan nach den blutigen ethnischen Zusammenstößen 9,5 Millionen US-Dollar als Finanzhilfe für die Flüchtlinge des Landes zugesichert.
Mehr als zwei Monate nach den blutigen Krawallen in Südkirgistan sollen in den betroffenen Gebieten Osch und Dschalalabad Sicherheitsdienste zur Bewachung von Oberschulen aufgestellt werden. Das Projekt wird von der OSZE finanziert.
Usbekistan verzichtet seit April darauf, die Grenze nach Kirgistan zu eröffnen. Die diesbezüglichen Verhandlungen haben bisher keinen Erfolg gebracht, teilt der Pressedienst des kirgisischen Präsidenten am Montag mit.
Russland hat die Absicht, der Interimsregierung Kirgistans nach den Krawallen im Juni zusätzlich zehn Millionen Dollar bereitzustellen.
Sieben Bürger Russlands werden zur OSZE-Polizeimission gehören, die an der Stabilisierung im Süden Kirgistans teilnehmen soll. Das teilte ein Sprecher des Kreml-Pressedienstes am Freitag RIA Novosti mit.
Die Länder der Organisation des Vertrags für Kollektive Sicherheit (OVKS/CSTO) setzen das Programm zur Normalisierung der Situation nach den Juni-Unruhen in Südkirgistan um, teilte der Generalsekretär der OVKS, Nikolai Bordjuscha, am Montag mit.
Die Polizeiberatergruppe der OSZE, die nach Kirgistan geschickt werden soll, darf nicht mit einer Friedenstruppe verwechselt werden, denn die Gruppe hat kein Mandat für ein Eingreifen in die Situation.
Die Europäische Union stellt in den Jahren 2010 bis 2013 insgesamt 118 Millionen Euro für die Unterstützung von Kirgistan bereit. Das sagte die Hohe EU-Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, am Dienstag in Brüssel im Zusammenhang mit einer internationalen Geberkonferenz, die am selben Tag vom IWF und von der kirgisischen Regierung in Bischkek veranstaltet wird.
Aktivisten verschiedener kirgisischer Jugendorganisationen haben am Montag vor dem Sitz der provisorischen Regierung in Bischkek gegen die Entsendung einer OSZE-Polizeimission nach Kirgistan demonstriert.
Der Ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat grünes Licht für eine Polizeimission in Kirgistan gegeben, wo bei schweren Krawallen im Juni tausende Menschen umgekommen waren.
Der jüngere Bruder des gestürzten kirgisischen Präsidenten Kurmanbek Bakijew, Achmat Bakijew, ist in der Nacht zum Donnerstag wegen des Verdachts der Organisation der Massenunruhen im Süden der Republik festgenommen worden und wird nun nach Bischkek gebracht.
In Osch, einem Gebietszentrum im Süden Kirgistans, und in den benachbarten Gebieten haben Massenkrawalle zwischen Usbeken und Kirgisen zahlreiche Menschenopfer und Verletzte gefordert. Tausende Flüchtlinge verlassen das Land.
Die syrische Regierung ist nach der Einschätzung von Präsident Baschar al-Assad in der Lage, die seit mehr als einem Jahr anhaltende Krise im Land selbständig zu bewältigen.
Einen Tag nach dem Unglück des Luftbildflugzeugs An-30 in Čáslav hat das russische Verteidigungsministerium ein Ermittlerteam nach Tschechien entsandt.
Das russische Außenministerium hat die Nato erneut aufgerufen, ihr Raketenabwehrsystem mit dem von Russland zu fusionieren.
Ein internationales Ölkonsortium, zu dem der italienische Energiekonzern Eni und der russische Lukoil gehören, meldet einen großen Ölfund in Ägypten.