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Ausland

Politologe besorgt über Entwicklung in Aserbaidschan und Georgien

16:39 07/10/2005
PARIS, 7. Oktober (RIA Nowosti). Die bevorstehenden Parlamentswahlen in Aserbaidschan und aggressive Pläne Georgiens gegen dessen abtrünnige Teilrepublik Südossetien erregen wachsende Besorgnis.

Das erklärte der russische Politologe Jewgeni Koschokin am Donnerstag in Paris auf dem Kolloquium „Blick auf Europa und den Osten“, das von RIA Nowosti gemeinsam mit dem französischen Forschungszentrum Institut Tchobanjan organisiert wurde.

Eine Destabilisierung in Aserbaidschan könne die Situation im ganzen Südkaukasus außer Gleichgewicht bringen, was schließlich einen neuen Krieg im Berg-Karabach provozieren könne, warnte der Experte. Berg-Karabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird, hatte sich bei einem blutigen Konflikt in den 1990er Jahren von Aserbaidschan losgelöst und wurde inzwischen von Truppen der Nachbarrepublik Armenien besetzt. Seit einem Waffenstillstand im Mai 1994 hat sich die Situation kaum verbessert. Es gibt bislang keinen Durchbruch in der Beziehung beider Staaten. In Aserbaidschan werden inzwischen die Stimmen immer lauter, das abtrünnige Gebiet gewaltsam zurückzuholen.

„Es ist äußerst wichtig, dass die Wahlen in Aserbaidschan ruhig, ohne Überraschungen und ohne Druck von außen verlaufen“, urteilte der russische Politologe.

Er äußerte sich besorgt auch über die Politik Georgiens, eines anderen Kaukasus-Staates, gegenüber dessen abtrünniger Teilrepublik Südossetien. „Das revolutionäre Bewusstsein einiger Leute in Tiflis bewegt sie zu einem Blitzkrieg, den nicht die Machthaber, sondern einfache Menschen bezahlen müssen“.

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