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Iran sieht sich außerstande, Kernbrennstoff herzustellen

19:49 | 13/ 01/ 2006

TEHERAN, 13. Januar (RIA Novosti). Mangels technischer Kapazitäten ist Iran nicht in der Lage, selbständig Kernbrennstoff zu produzieren, sagte Ali Larijani, Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, am Freitag in einem Interview für den amerikanischen Fernsehsender CNN.

"Die Kernforschungen erfolgen nicht in einem Vakuum, sondern in speziellen Zentrifugen. Um aber Kernbrennstoff herzustellen, sind mindestens 60 000 solche Zentrifugen notwendig", sagte Larijani. "Wir verwenden die Zentrifugen ausschließlich für Forschungen und sind bereit, diese unter Kontrolle der IAEO zu nutzen."

Die Reaktion der Weltgemeinschaft rufe bei ihm Erstaunen hervor, sagte der iranische Politiker. Wenn Iran Atomwaffen hätte entwickeln wollen, hätte das Land seine Kernforschungen nicht unter die Kontrolle der Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) gestellt, argumentierte Larijani. Er hob besonders hervor, dass die von Iran angekündigten Kernforschungen mit Urananreicherung nichts gemein haben, und dass alle iranischen Aktivitäten im Atombereich streng von der IAEO kontrolliert werden.

Am 10. Januar hatte Iran offiziell die Wiederaufnahme der Kernforschungen angekündigt. Von mehreren Nuklearzentren wurden im Beisein von IAEO-Inspektoren die Siegel dieser internationalen Organisation entfernt. Viele Staaten äußerten sich besorgt über das Vorgehen Teherans und warfen ihm die Verletzung internationaler Vereinbarungen vor.

Iranische Offizielle weisen die Vorwürfe zurück und betonen, der Beginn der Kernforschungen sei keinesfalls mit der Herstellung von Kernbrennstoff verbunden.

Die Außenminister der EU-Troika haben in ihrer Sitzung am Donnerstag in Berlin dem Gouverneursrat der IAEO empfohlen, eine Sondersitzung zu Iran einzuberufen. In der Sondersitzung soll entschieden werden, ob der Atomstreit vor den UNO-Sicherheitsrat gebracht werden muss. Anfang nächster Woche sollen Unterhändler aus Russland, China, den USA und der EU-Troika (Deutschland, Großbritannien und Frankreich) zusammenkommen, um darüber zu beraten.

Russland fordert Iran unterdessen auf, auf die angekündigte Wiederaufnahme der Nuklearforschungen zu verzichten. "Wir rufen den Iran erneut auf, das Moratorium und die effektive und transparente Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde wieder aufzunehmen", erklärte der russische Außenamtssprecher Michail Kamynin am Freitag.



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