
MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Das russische Außenministerium hat Israel und Palästina aufgerufen, an der Roadmap für die Regelung des Nahostkonflikts festzuhalten.
"Die Roadmap ist noch weit von einer Realisierung entfernt, doch sie zu den Akten zu legen, wäre kontraproduktiv", stellte der Sonderbotschafter des russischen Außenministeriums, Alexander Kalugin, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau fest.
Er plädierte dafür, die Regierungsbildung in Palästina und die Wahlen in Israel abzuwarten.
In diesem Zusammenhang warnte er davor, nur der palästinensischen Seite Forderungen abzuverlangen. "Wenn den Palästinensern Forderungen präsentiert werden, dann sollte nicht vergessen werden, dass man auf einem Bein nicht stehen kann. Es muss ein Entgegenkommen der israelischen Seite geben", erklärte der Botschafter.
Zugleich sprach er sich dafür aus, die Palästinenser auch weiterhin zu unterstützen. "Eine abrupte Einstellung der Hilfe würde bedeuten, wir bestrafen das palästinensische Volk für die Wahl, die es getroffen hat", bemerkte Kalugin. Die Wahlen, mit deren die Bewegung Hamas an die Macht kam, "waren in vielem eine Protestabstimmung".
Er unterstrich unterdessen aber auch, dass jeder Geldgeber seine Entscheidung selbst treffen muss.