
ST. PETERSBURG, 14. Juni (RIA Novosti). Im Falle des Nato-Beitritts der Ukraine beginnt ein schmerzvoller und kostspieliger Prozess des Bruchs der Kooperationsbeziehungen zwischen Russland und der Ukraine in der Rüstungsindustrie.
Darauf verwies der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow nach Abschluss einer Beratung im "Klimow"-Werk in Sankt Petersburg.
"Wir hören, dass die ukrainische Führung über den Nato-Beitritt spricht. Das ist eine souveräne Wahl, aber in einem solchen Fall würde es früher oder später zu einem natürlichen Bruch zwischen den Militärindustriekomplexen beider Länder kommen", so Iwanow.
"Alle verstehen das", fuhr der Minister fort. Obwohl "die größten Mengen an Waffen und Militärtechnik auf russischem Territorium hergestellt werden, wird es im Falle des Beitritts der Ukraine zur Nato zu einem schmerzvollen und kostspieligen Prozess des Bruchs der Kooperationsbeziehungen kommen".
"Wir denken ernsthaft darüber nach und planen so manches", betonte Iwanow.
Er bemerkte, dass "das Kooperationsniveau zwischen dem russischen und dem ukrainischen Militärindustriekomplex sehr hoch ist".
"Trotz der Tatsache, dass in Russland in den letzten zehn Jahren für die Verlagerung der Produktion von Militärerzeugnissen auf eigenes Territorium allerhand getan wurde - das trifft vor allem auf die strategischen Raketentruppen zu, kommt es im Falle des Beitritts der Ukraine zur Nato zu einem schmerzvollen und kostspieligen Prozess des Bruchs der Kooperationsbeziehungen", sagte der Minister.