Ausland
"Iswestija": Russlands Geheimdienste werden nun weltweit aktiv
Die Anweisung wirkt zwar sensationell, sie steht aber im Einklang mit den Rechtsnormen. Im März dieses Jahres wurde ein Föderationsgesetz "Über den Widerstand gegen den Terrorismus" verabschiedet, das die Unterbindung beliebiger internationaler Terroraktivitäten außerhalb Russlands mit Genehmigung des Staatschefs gestattet. Mit dem Auftrag vom Mittwoch wurde von dieser Norm erstmals Gebrauch gemacht.
"Ich sehe keine Probleme darin, dass man mit Terroristen auf fremdem Territorium fertig wird", erklärte Sergej Gontscharow, Präsident der Veteranenvereinigung der Gruppe Alfa. "Unsere Leute, dazu noch Diplomaten, wurden bestialisch getötet. Unsererseits wird es absolut rechtmäßig sein, die Terroristen zu vernichten." "Die gesamte zivilisierte Welt wird verstehen, dass es sich um einen normalen Vergeltungsakt handelt."
"Früher hat es viele solche Operationen gegeben", fügte der Veteran hinzu. "Nicht alle davon wurden allerdings öffentlich gemacht. Mitstreiter von Feinden, die unsere Geheimdienste vernichtet haben, wussten aber gut Bescheid, wessen Werk das war. Heute verfügt Russland über Möglichkeiten und hat auch Offiziere, die fähig sind, den Präsidentenbefehl zu erfüllen. Sie haben bereits solche Operationen ausgeführt."
Wie Anatoli Zyganok, Chef des Zentrums für Militärprognosen, feststellte, hat Russland nach dem UdSSR-Zerfall ein recht starkes Residentennetz in der arabischen Welt behalten, das teilweise auf Eis gelegt wurde. "Nun wird es erneut aktiviert", sagte er.
Pjotr Dejnekin, ehemaliger Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte Russlands, betonte, dass Russland luft- und weltraumgestützte Mittel hat, die helfen könnten, die Terroristen aufzuspüren und notfalls zu vernichten. Russlands Luftstreitkräfte "verfügen über Erfahrungen auf dem Gebiet des Einsatzes von Präzisionswaffen, die eine Abweichung vom Ziel zulassen, die nicht größer ist als ein Handy." Deshalb äußerte Dejnekin seine Zuversicht, dass die Operation erfolgreich sein wird.

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