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Nuklearprogramm: Russland will Iran nicht zu einer militärischen Atommacht machen

09:54 01/11/2006
OSLO, 01. November (RIA Novosti). Russland trete gegen jegliche Atomprogramme für militärische Zwecke und deren Forschungsarbeiten in Iran auf, erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow.

"Russland tritt entschlossen gegen jegliches militärische Nuklearprogramm und sogar gegen dahingehende Forschungsarbeiten in Iran auf", sagte er in einem Interview mit dem russischen TV-Sender "Russia Today".

"Wir wollen nicht noch einen weiteren Atomwaffenstaat an unseren südlichen Grenzen haben. Das ist offensichtlich", unterstrich er. "Jegliche iranische Nuklearprogramme müssen unter strikter und scharfer internationaler Kontrolle umgesetzt werden", fügte Iwanow hinzu.

Russland realisiere militärtechnische Zusammenarbeit mit Dutzenden von Ländern weltweit, sagte der Minister. "Bevor wir eine Entscheidung über Waffenlieferungen an dieses oder jenes Land treffen, prüfen wir die Situation und liefern nur Abwehrwaffen".

"Unsere Zusammenarbeit mit Iran in diesem Bereich ist nicht besonders weitreichend. "Wenn man diese Zusammenarbeit in Geld ausgedrückt bewertet, so befindet sich Iran in der dritten Liga der Importländer von russischen Waffen", unterstrich Iwanow. Russland verkaufe an Iran Ersatzteile für Militärtechnik und für Luftverteidigungssysteme.

Der Minister verwies darauf, dass es viel Lärm um einen in vorigem Jahr abgeschlossenen Vertrag über die Lieferung von Luftabwehrraketen des Typs TOR-M1 mit geringer Reichweite an Iran gab.

"Ich will betonten: Diese Komplexe können nicht bei Offensivoperationen eingesetzt werden. Zweitens sind sie nur begrenzt anwendbar und können lediglich einen geringen Teil des iranischen Territoriums schützen", sagte er.

Verteidigungsminister Iwanow weilt zu einem offiziellen Besuch in Norwegen.

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