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Ende des US-Embargos gegen Kuba?: 183 UN-Staaten stimmen dafür - USA wehren sich

15:51 09/11/2006

NEW YORK/UNO, 09. November (RIA Novosti). Die USA wollen keine Rücksicht auf eine UN-Resolution nehmen, welche die wirtschaftliche Sperre Kubas aufheben soll, erklärte der US-Botschafter in der UNO, Ronald Godard.

"Das amerikanische Handelsembargo ist eine bilaterale Frage, die nicht vor der UNO-Vollversammlung gestellt werden soll. Wir haben dieses Embargo als Aufruf zur politischen und wirtschaftlichen Freiheit der Bevölkerung Kubas verhängt", heißt es in der Erklärung.

Die UNO-Vollversammlung nahm am Mittwoch mit überwiegender Stimmenmehrheit eine Resolution an, welche die USA dazu aufruft, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Kuba aufzuheben. 183 Staaten stimmten für diese Resolution, zwei waren dagegen und ein Staat enthielt sich der Stimme.

"Wenn Kuba die Aufhebung von US-Sanktionen will, so weiß es, was es tun muss: Freie Wahlen, offene Wirtschaft, freie Gewerkschaften und Massenmedien", betonte der Botschafter.

Das US-Embargo erstrecke sich keinesfalls auf die Kontakte Kubas mit Drittländern, und die USA selbst seien ungeachtet der Sanktionen innerhalb der vergangenen fünf Jahre der größte Lieferant und Spender von medizinischer Technik und Nahrungsmitteln mit einem Gesamtumfang von etwa 10 Milliarden Dollar, so der Botschafter.

"Der wirtschaftliche Krieg der USA gegen Kuba ist der längste und der grausamste von allen. Im Laufe von 48 Jahren richtete die Sperre Kuba Schaden für mehr als 86 Milliarden Dollar an", erklärte der Botschafter Kubas, Felipe Perez Roque, vor der UNO-Vollversammlung.

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