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Ausland

Lawrow: Russland betrachtet keinen Staat als Gegner

22:12 11/12/2006
MOSKAU, 11. Dezember (RIA Novosti). In der Welt gibt es heute keinen einzigen Staat oder eine Staatengruppe, den/die Russland als einen Gegner betrachten könnte.

Das sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Montag bei einem Treffen mit Studenten der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität. "Wir werden es nicht zulassen, uns und die islamische Welt zu entzweien. Wir werden auch nicht an 'heiligen Bündnissen' teilnehmen."

Zugleich sagte Lawrow, dass Russland in der Welt von heute eine immer aktivere Rolle auf dem internationalen Schauplatz spielt. Ohne Russland oder entgegen Russland kann kein einziges mehr oder weniger wichtiges internationales Problem gelöst werden. "Heute tritt die Weltentwicklung in eine neue Etappe ein. Mehrere Sachen klären sich. Das betrifft auch die Höchstgrenze bei der einseitigen Anwendung von Militärgewalt. Katalysator dieser Wandlungen ist die Festigung Russlands, das jetzt in der Lage ist, gleichberechtigt mit anderen führenden Mächten nicht nur an der Umsetzung der globalen Tagesordnung, sondern auch an deren Gestaltung teilzunehmen."

Lawrow zufolge zeichnen sich jetzt Konturen der künftigen Weltordnung bereits ab. "Die wichtigsten internationalen Faktoren, darunter Russland, die Europäische Union, die USA, China, Indien und die asiatisch-pazifische Region als Ganzes, kristallisieren sich in beschleunigtem Tempo heraus."

Lawrow sagte ferner, dass Russland für einen konstruktiven Dialog und die gleichberechtigte Zusammenarbeit offen ist wie auch seine nationalen Interessen, die von den Interessen der gesamten internationalen Gemeinschaft nicht zu trennen sind, konsequent, aber ohne Konfrontation verteidigt.

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