
TEHERAN, 19. Februar (RIA Novosti). Mit Raketenstarts hat das iranische "Korps der islamischen Revolutionsgarden" am Montag ein groß angelegtes Militärmanöver eingeleitet.
Das iranische Fernsehen zeigte, wie Raketen von mobilen und standfesten Rampen abheben. Im Rahmen des Manövers, das in 16 Provinzen des Landes stattfinden wird, sollen rund 750 Raketen und Geschosse abgefeuert werden, teilte Mohammad Reza Zahedi, Befehlshaber der Landstreitkräfte der Revolutionsgarden, mit.
Das Ziel der Übung bestehe darin, die Kampfbereitschaft der Truppen zu erhöhen und deren Fähigkeit zu überprüfen, "gegen Feinde des Islams" zu kämpfen.
Dabei sollen neueste Waffen aus iranischer Produktion getestet werden. Seit Jahresbeginn ist dies bereits das dritte Militärmanöver im Iran.
Bei einer Übung Anfang Februar hatten iranische Luftwaffen- und Marineeinheiten im Persischen Golf und im Golf von Oman russische Flugabwehr-Raketensysteme Tor-M1 erfolgreich getestet. Damals wurden auch iranische Schiffsabwehrraketen SSN-4 mit 300 Kilometer Reichweite mit Erfolg erprobt. Nach Angaben des iranischen Militärs können diese Raketen Schiffe diverser Klassen im Persischen Golf, im Golf von Oman sowie im Norden des Indischen Ozeans bekämpfen.
Ende Januar hatte die iranische Armee Raketen vom Typ Zelzal (Reichweite 350 Kilometer) und Fajr-5 (Reichweite 70 Kilometer) im Norden des Landes erfolgreich abgefeuert.
Das jetzige Manöver findet vor dem Hintergrund der zunehmenden Spannungen in der Region statt. Trotz internationaler Appelle weigert sich Teheran nach wie vor, die Urananreicherung einzustellen. Das iranische Atomprogramm löst bei der Weltgemeinschaft zunehmende Besorgnis aus. Es wird befürchtet, dass Teheran sein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen nutzen könne.