Ausland
Irans Atomprogramm: Israel fordert neue Sanktionen und warnt vor Wettrüsten
Thema: Spekulationen über US-Angriff auf Iran
„Die neuen Sanktionen gegen den Iran sind zwecks einer höheren Wirksamkeit unvermeidlich“, erklärte der israelische Vizepremier Avigdor Lieberman am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau.
Er sagte, dass „die Sanktionen ein positives Ergebnis hervorbringen können, wie es in der Situation mit Nordkorea der Fall war“.
Der israelische Vizepremier fuhr fort, dass man in Bezug auf den Iran vorsichtig vorgehen solle, weil die Situation einen gefährlichen Präzedenzfall in der Region schaffen könne. „Der Präzedenzfall mit dem Iran kann für alle schmerzhaft sein“, sagte er.
Lieberman erläuterte, dass „der iranische Fall den Nahen Osten ins Wettrüsten stürzt“ und somit außer Kontrolle geraten kann.
Der israelische Vizepremier wies darauf hin, dass die an den Iran in Bezug auf sein Atomprogramm gestellten Forderungen des UN-Sicherheitsrates nicht in vollem Umfang erfüllt worden waren. „Somit werden die ersten Sanktionen (der UNO gegen den Iran) beginnen“, bemerkte Lieberman.
Er rechnet damit, dass die Diskussionen über das iranische Atomdossier im UN-Sicherheitsrat stattfinden werden. „Gerade deshalb war es mir wichtig, während meines Besuchs in Moskau die Haltung von Russland zu hören“, sagte er.
Laut Lieberman wurden während seines Besuchs in der russischen Hauptstadt unter anderem die Fragen der russischen Waffenlieferungen an Syrien und in den Süden des Libanons diskutiert. Der Vizepremier verwies auf die jüngste Rede „von Scheich Nasrallah, der damit prahlte, dass die Hisbollah erfolgreich Waffen schmuggelte“.
Der israelische Vizepremier sprach in Moskau mit Sergej Prichodko, Igor Iwanow und Sergej Kirijenko.

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