
TEHERAN, 08. März (RIA Novosti). Die iranische Führung weist erneut die Vorwürfe aus Russland als falsch zurück, denen zufolge das Land die Bauarbeiten am Kernkraftwerk in Bushehr nicht termingerecht finanziert.
"Es gibt keine Finanzierungsprobleme. Russland hat uns bloß aufgefordert, die Zahlungen vorzeitig zu leisten", sagte der iranische Sicherheitsratschef Ali Laridschani am Donnerstag.
Eine Delegation der iranischen Atomenergieorganisation berät seit Mittwoch in Moskau über die Probleme um das Atomkraftwerk Bushehr.
"Am Mittwoch dauerten die Verhandlungen sechs Stunden. Es wurde keine konkrete Entscheidung getroffen", sagte ein Sprecher des russischen Kernkraftwerkbauers Atomstroyexport. Nach seinen Worten setzte Iran noch am 17. Januar die Finanzierung des AKW-Projekts aus.
Ein weiteres Thema der Moskauer Verhandlungen ist die geplante Lieferung von Kernbrennstoff für das AKW Bushehr. Am Montag hatte der Sekretär des iranischen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, gesagt, Iran rechne damit, dass Russland in diesem März erste Kernbrennelemente für das Atomkraftwerk liefern wird.
Die Inbetriebnahme des AKW ist für September 2007 geplant. Vereinbarungsgemäß soll der Kernbrennstoff sechs Monate davor geliefert werden.
Nach einem russisch-iranischen Vertrag, der am 08. Januar 1995 in Teheran unterzeichnet wurde, soll Russland einen Kernreaktor vom Typs WWER-1000 samt Brennelementen nach Iran liefern sowie iranische Spezialisten ausbilden.