Ausland
Neue Sanktionen gegen Iran erhöhen Kriegsgefahr
In der Welt verstärkt sich unterdessen die Meinung, dass der Krieg in Iran unvermeidlich ist. Russische Unternehmen, die in diesem Land tätig sind, bereiten sich auf den Abzug ihrer Mitarbeiter vor, schreibt das Wirtschaftsblatt „Kommersant“ am Montag. Laut russischen Diplomaten kann der Abzug schon im Mai beginnen.
Allein am Bau des iranischen Atomkraftwerks in Bushehr sind rund 2 000 Russen beteiligt, teilte ein Sprecher der russischen Atomenergiebehörde Rosatom mit.
Während sich die russischen Diplomaten in Teheran auf schwere Zeiten vorbereiten, sind ihre britischen Kollegen bereits in eine Krise geraten. Am Freitag vergangener Woche nahm das iranische Militär im Grenzgewässer 15 britische Matrosen fest. Die Festnahme erfolgte kurz vor der Abstimmung über die Iran-Resolution im Weltsicherheitsrat. Am vergangenen Mittwoch hatte der oberste Führer von Iran, Ayatollah Ali Khamenei, erklärt: „Wenn der Westen zu Drohungen und Gewaltanwendung greifen würde, würde Iran alle seine Möglichkeiten nutzen, um den feindlichen Angriff zurückzuschlagen.“
Die Verhaftung der Seeleute ist wahrscheinlich der erste Gegenschlag. Im Persischen Golf geht unterdessen ein groß angelegtes Manöver der iranischen Marine weiter. Der Befehlshaber dieser neuntägigen Übung, Konteradmiral Mortaza Saffar, sagte vor ihrem Start: „Wenn die USA einen Krieg gegen Iran beginnen, können sie ihn nicht mehr beenden.“
Auch nach der Verabschiedung der neuen Resolution rufen Russland und der Westen Iran zu weiteren Verhandlungen auf, obwohl offenbar keiner mehr an einen friedlichen Ausgang glaubt.

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