
NEW YORK, 30. März (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag in New York von Iran die sofortige Freilassung der 15 britischen Marinesoldaten gefordert, die vorige Woche im Persischen Golf festgenommen worden waren.
In seiner Erklärung appelliert der Weltsicherheitsrat zudem an die iranische Regierung, Mitarbeiter des britischen Konsulats zu den Festgenommenen zu lassen.
Die Abstimmung über die aus zwei Sätzen bestehenden Erklärung dauerte knapp einen ganzen Tag. Der ursprüngliche Entwurf enthielt deutlich schärfere Formulierungen und stieß daher bei vielen Staaten, darunter auch bei Russland, auf Ablehnung.
Die iranische UN-Mission lehnte den Appell des Weltsicherheitsrats, die Briten freizulassen und Konsularmitarbeiter Zugang zu gewähren, ab. Die Erklärung des UN-Sicherheitsrats widerspreche der UNO-Charta, in der die Anerkennung der Grenzen souveräner Staaten gefordert ist, teilten die Iraner mit. Zudem lehnt Teheran jede Vermittlung des Weltgremiums in dieser Angelegenheit ab.
Das britische Verteidigungsministerium hatte am Freitag voriger Woche mitgeteilt, dass 15 britische Marinesoldaten vom Schiff HMS Cornwall im irakischen Hoheitsgewässer festgenommen wurden. Die Seeleute hätten entsprechend Resolution 1723 des Weltsicherheitsrates Handelsschiffe in dieser Region inspiziert, hieß es aus London. Am Donnerstag veröffentlichte das britische Verteidigungsministerium genaue Angaben über den Zeitpunkt der Festnahme. Demnach befanden sie sich 1,7 Seemeilen innerhalb der irakischen Hoheitsgewässer.
Nach Darstellung Teherans wurden die Briten, darunter eine Frau, im iranischen Hoheitsgewässer festgesetzt. Iran warf der britischen Marine die Verletzung der iranischen Grenzen vor und verweigerte die Freilassung der Festgenommenen. Daraufhin ersuchte Großbritannien den UN-Sicherheitsrat um Hilfe.