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Ausland

Umfrage in Palästinensergebieten: Patt zwischen Abbas und Hanija für Präsidentenamt

17:55 23/08/2007
TEL AVIV, 23. August (RIA Novosti). Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde (PNA), Mahmud Abbas, und der Führer der aufständischen Hamas, Ismail Hanija, hätten gleiche Aussichten auf einen Erfolg, wenn die Präsidentenwahl heute stattfinden würde.

Das belegt eine Umfrage des Medien- und Kommunikationszentrums Jerusalems (Jerusalem Media and Communications Center - JMCC) an der 1199 volljährige Palästinenser aus dem Westjordanland, dem Gazastreifen und Ost-Jerusalem teilnahmen.

20,6 Prozent der Befragten würden demnach gegenwärtig für Abbas stimmen und 18,8 Prozent für Hanija, dem tatsächlichen Herrscher im Gazastreifen.

PNA-Chef Abbas (Fatah) und der palästinensische Übergangspremier Salam Fayad kontrollieren das Westjordanland.

Der Gazastreifen wird von der radikal-islamischen Hamas kontrolliert, die während des Umsturzes im Juni die Macht an sich gerissen haben.

In der jetzigen politischen Situation halten beide befeindeten Lager eine vorgezogene Präsidenten- und Parlamentswahl für praktisch unmöglich.

Laut Umfrage glauben 46,7 Prozent der Palästinenser, dass sich die Situation im international isolierten Gazastreifen nach der Machtergreifung der Hamas verschlechtert hat. Der gegenteiligen Ansicht sind 27,1 Prozent. 35,4 Prozent sind indes davon überzeugt, dass im Westjordanland eine Besserung der Lage eingetreten ist. Das Gegenteil glauben diesbezüglich 27,9 Prozent.

Die überwiegende Mehrheit (67,9 Prozent) der Befragten glaubt nicht, dass im Westjordanland ähnliche innerpalästinensische Zusammenstöße wie im Gazastreifen im Juni möglich sind.

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