Ausland
Serbien will auf einseitige Unabhängigkeit des Kosovo „hart reagieren“
Das teilte der serbische Außenminister Vuk Jeremic am Freitag in Belgrad mit. Nach seinen Worten hat Serbien genügend Hebel, um auf „Handlungen zu reagieren, die die Außenpolitik oder die territoriale Integrität des Landes gefährden.“
Belgrad werde vorerst zu keinen Maßnahmen greifen, weil die serbische und die albanische Seite derzeit Verhandlungen über den zukünftigen Status führen, äußerte Jeremic. Ziel der Verhandlungen sei es, eine Kompromisslösung zu finden. Dafür sei jedoch eine Mitwirkung der Weltgemeinschaft notwendig, sagte der serbische Außenminister. Den Kosovo-Plan des UN-Beauftragten Martti Ahtisaari bezeichnete er als nicht mehr aktuell.
Am Vortag hatte Serbiens Regierungschef Vojislav Kostunica gedroht, sein Land werde von Völkerrecht vorgesehene Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten sich Kosovo und Metochien einseitig unabhängig erklären.

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