
UNO/ NEW YORK, 28. September (RIA Novosti). Der britische Außenminister David Miliband hat das Ministertreffen der Kosovo-Kontaktgruppe, das dem ersten Direktdialog zwischen Kosovo und Belgrad am heutigen Freitag voranging, als sehr konstruktiv bezeichnet.
„Das Treffen der Kontaktgruppe war sehr konstruktiv. Alle Teilnehmer sahen einhellig beide Seiten für den Verhandlungsverlauf verantwortlich“, zitiert ihn eine RIA-Novosti-Korrespondentin aus New York.
Wie die Korrespondentin berichtet, war Miliband der einzige Außenminister, der Stellung zu den Ergebnissen des Sechser-Treffens im UN-Hauptquartier am Donnerstagabend nahm. Dennoch wich er der Frage nach der automatischen Gewährung des Unabhängigkeitsstatus an das Kosovo nach dem 10. Dezember aus. An diesem Tag laufen die Verhandlungsfrist und das Datum der Berichterstattung an den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon ab.
Der britische Außenminister hob hervor, dass alle Verhandlungsteilnehmer von Serbien und Kosovo einen Kompromiss erwarten.
Am Freitag finden Direktkontakte der Konfliktparteien statt, die der serbische Premierminister Vojislav Kostunica als letzte Chance bei der Suche nach einem Kompromiss bezeichnete.
Der Kontaktgruppe gehören Großbritannien, Deutschland, Italien, Russland, die USA und Frankreich an. Sie sucht nach einer Kompromisslösung der Kosovo-Frage unter Vermittlung der Troika, die durch Russland, die EU und die USA vertreten ist.
Der serbische Präsident Boris Tadic erklärte in der UNO die Bereitschaft Belgrads, dem Kosovo eine umfassende Autonomie mit Sonderrechten zu gewähren, die auf EU-Prinzipien beruht.