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Ukraine ruft UNO zu Anerkennung der Hungerkatastrophe als Genozid auf

11:20 19/10/2007
UNO/ NEW YORK, 19. Oktober (RIA Novosti). Ein Vertreter des ukrainischen Außenamts, Pjotr Dozenko, hat die UNO aufgerufen, die Hungerkatastrophe in den Jahren 1932/33 als Völkermord an das ukrainische Volk anzuerkennen.

Das berichtete das UN-Pressezentrum.

"Dozenko ist der Ansicht, dass ein solcher Schritt einen wichtigen Beitrag für die Vorbeugung von Völkermorden und Verbrechen gegen die Menschlichkeit leistet", heißt es in der Mitteilung.

Dozenko erinnerte, dass in diesem Jahr der 60. Jahrestag der Völkermord-Konvention begangen werde. Dabei betonte er, die ukrainischen Bürger seien 15 Jahre vor dem Konventionsbeschluss Opfer des Genozids gewesen.

"Die vom kommunistischen totalitären Regime (...) künstlich herbeigeführte Hungersnot (ukrainisch - Holodomor) in der Ukraine in den Jahren 1932 bis 1933 hat zum Tod von sieben bis zehn Millionen (laut Historikern vier Millionen) unschuldiger Männer, Frauen und Kinder geführt, was zu dieser Zeit 25 Prozent der Bevölkerung der Ukraine ausmachte", sagte Dozenko laut Angaben des Pressezentrums.

Als Hauptursache für die Hungersnot gilt die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft unter Stalin. Sie wurde von elf Staaten als Genozid anerkannt.

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