Ausland
Merkel will Bush zu diplomatischer Lösung des Konflikts um Irans Atomprogramm bewegen
In einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ betonte Merkel, sie habe sich vor der UN-Generalversammlung am 25. September für eine diplomatische Lösung dieses Konflikts ausgesprochen.
Zugleich hatte sie in New York vor der UNO-Generalversammlung die Weltgemeinschaft aufgerufen, zu einem „entschlossenen Vorgehen gegen die Provokationen des Iran" aufzutreten und kündigte schärfere Sanktionen gegen das Land an, falls die derzeitigen Atomverhandlungen zu keinen Ergebnissen führen sollten.
„Machen wir uns nichts vor: Wenn der Iran in den Besitz der Atombombe käme, dann hätte das verheerende Folgen: Zuerst und vor allem für die Existenz Israels, dann für die gesamte Region und schließlich - weit darüber hinaus - für alle in Europa und der Welt, denen die Werte Freiheit, Demokratie und Menschenwürde etwas bedeuten. Deshalb muss verhindert werden, dass der Iran in den Besitz der Atombombe kommt“, hatte Merkel gewarnt.
Ihr zufolge ist die UNO für entsprechende Sanktionen zuständig. Sie rief alle Staaten auf, darunter Russland und China, sich daran zu beteiligen.
Dabei unterstrich die Kanzlerin, dass Deutschland seine Wirtschaftskontakte mit dem Iran deutlich abgebaut habe. Merkel zufolge ist es notwendig, dem Iran ständig zu zeigen, dass er international eine wichtige Rolle spielen könnte, wenn er sich an seine Verpflichtungen halten würde.

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