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Neue Präsidenten Russlands und der USA sollen neue Beziehungen einleiten - Experten

17:56 04/02/2008

Die neuen Präsidenten Russlands und der USA werden ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen beiden Ländern aufschlagen müssen.

MOSKAU, 04. Februar (RIA Novosti). Die neuen Präsidenten Russlands und der USA werden ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen beiden Ländern aufschlagen müssen.

Diese Ansicht vertrat das korrespondierende Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Sergej Rogow, Direktor des Instituts für USA und Kanada, am Montag auf einer Pressekonferenz in Moskau. "Es gibt Chancen, dass es in diesem Jahr gelingt, die russisch-amerikanischen Beziehungen zu stabilisieren. Sollten keine neuen Krisen kommen, dürfte es 2009 ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen unseren Ländern geben. Aber das hängt von vielen 'Wenn' ab", fuhr der Wissenschaftler fort.

"Der neue US-Präsident wird eine härtere Position gegenüber Russland einnehmen als sein Vorgänger. Die Aussischten dafür sind ziemlich groß... Eine Ausnahme könnte nur Senator Barack Obama (Kandidat von der Demokratischen Partei) sein."

In Obamas Reden sei deutlich die Anerkennung dessen zu spüren, dass Amerika nicht in der Lage sei, alles alleine zu machen, und es die Entwicklung in der Welt berücksichtigen müsse. "Nur Obama hat bislang keine harten und groben Erklärungen an die Adresse Russlands abgegeben. Er ist höchstwahrscheinlich der Einzige, der eine klare Position als aktiver Anhänger der Rüstungskontrolle bezogen hat."

Rogow äußerte die Ansicht, dass die Politik gegenüber Russland in vieler Hinsicht durch die weitere Entwicklung in der Welt, darunter auch in den USA, bestimmt wird. "Sollte sich die Situation im Irak verschlechtern, sollte es zu einer Rezession in den USA selbst kommen, würde Washington an einem neuen Kalten Krieg gegen Russland kaum profitieren können... Auch Russland könnte Anstrengungen zur Normalisierung der Beziehungen unternehmen", sagte Rogow.

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