Ausland
Kosovo erklärt laut Präsident Sejdiu im Februar Unabhängigkeit
"Das Parlament wird die Unabhängigkeit in Koordinierung mit den EU-Staaten erklären", sagte Krasniqi nach Angaben von albanischsprachigen Kosovo-Medien. Das Verfahren zur Abtrennung von Serbien werde derzeit mit den politischen Parteien des Kosovo abgestimmt.
Präsident Sejdiu teilte seinerseits mit, bevor ein genauer Termin festgesetzt würde, müssten "einige Formalitäten" erledigt werden, die vom Regelungsplan des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari vorgesehen seien.
Am Montag trafen sich die Kosovo-Spitzenpolitiker mit dem albanischen Außenminister Lulzim Basha, der versicherte, dass Albanien dem Kosovo im Falle einer Destabilisierung beistehen würde. Nach inoffiziellen Angaben der örtlichen Medien übergab Basha der Kosovo-Führung Anweisungen von US-Außenministerin Condoleezza Rice zu weiteren Schritten im Unabhängigkeitsstreit.
Das Kosovo mit überwiegend albanischer Bevölkerung gehört seit dem Angriff der NATO im Jahr 1999 formell zu Serbien, steht jedoch unter UN-Verwaltung. Die albanische Mehrheit fordert die Unabhängigkeit der Provinz. Serbien lehnt jede Form von Unabhängigkeit ab und bietet statt dessen weitgehende Autonomierechte an. Die Verhandlungen zwischen Serbien und den Kosovo-Albanern waren im Dezember nach vier Monaten ohne Durchbruch zu Ende gegangen.
Die USA und einige europäische Staaten unterstützen eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo und halten weitere Verhandlungen für aussichtslos. Russland setzt sich für eine Lösung auf der Grundlage des Völkerrechts und für weitere Gespräche zwischen Serbien und den Kosovo-Albanern ein. Laut serbischen Medien lehnen neben Russland auch China, Vietnam, Indonesien und Südafrika eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo ab.

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