Ausland
Serbien verliert durch Abtrennung des Kosovo 220 Milliarden US-Dollar Vermögen
Thema: Kosovo-Unabhängigkeit
Durch die einseitige Proklamierung der Unabhängigkeit des Kosovo werden Serbien landwirtschaftliche Nutzflächen, Waldgebiete, Dienst-, Industrie- und Wohngebäude sowie Spezialobjekte weggenommen, die sich im Besitz des Staates befunden haben. Hierbei darf das Militärvermögen nicht vergessen werden: Allein der Wert des Militärflugplatzes Slatina bei Pristina wird mit mehr als 100 Millionen US-Dollar angegeben. Serbien hat 1358 Objekte im Kosovo gehabt, das Vermögen des Elektrotechnischen Betriebes allein beläuft sich auf schätzungsweise 4,1 Milliarde US-Dollar.
Nach Einschätzung der Weltbank betragen die mineralischen Ressourcen des Kosovo wertmäßig mehr als 19 Milliarden US-Dollar. Nach Ansicht der Experten der UN-Zivilmission lagern 8,3 Milliarden Tonnen Lignit (Braunkohleart) in Serbien, die serbischen Fachleute sprechen hierbei von 14 Milliarden Tonnen.
Die Vorräte an Zinn und Zink werden auf 42,2 Millionen Tonnen (74 Prozent der Vorräte Serbiens), die Nickel- und Kobaltvorräte auf 13,3 Millionen Tonnen, die Bauxitvorräte auf 1,7 Millionen Tonnen und die Magnesitvorräte auf 5,4 Millionen Tonnen geschätzt.
Außerdem werden im Kosovo in großen Mengen Silber, Eisen, Kobalt wie auch seltene Mineralien gewonnen. Es gibt auch Vorkommen an Gold, Platin und Kupfer.
Allein die Lignitvorräte werden mit 13,5 Milliarden Euro bewertet. Durch die Lignitförderung könnten bis zu 35 000 Arbeitsplätze geschaffen werden.
Serbien hatte von 1960 bis 1990 rund 17 Milliarden US-Dollar ins Kosovo investiert. Außerdem ist die Frage der Außenschuld des Kosovo in Höhe von rund 1,2 Milliarden US-Dollar noch nicht gelöst. Serbien hat seine Außenschuld termingerecht bedient und bisher rund 218 Millionen US-Dollar zurückgezahlt.

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