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US-Außenministerin Rice lehnt Kosovo-Unabhängigkeit als Präzedenzfall ab

21:52 18/02/2008

US-Außenministerin Condoleezza Rice sieht die Unabhängigkeit der südserbischen Provinz Kosovo als Einzelfall und nicht als Muster für andere abtrünnige Regionen an.

WASHINGTON, 18. Februar (RIA Novosti). US-Außenministerin Condoleezza Rice sieht die Unabhängigkeit der südserbischen Provinz Kosovo als Einzelfall und nicht als Muster für andere abtrünnige Regionen an.

"Das Kosovo darf nicht als Präzedenzfall für alle anderen Situationen betrachtet werden", sagte Rice am Montag. Nach ihren Worten macht das Zusammentreffen vieler Faktoren das Kosovo einmalig. Hierzu zählen etwa der Zerfall der Bundesrepublik Jugoslawien, die Geschichte von ethnischen Säuberungen und Kriegsverbrechen sowie die langjährige UN-Verwaltung. Nach dem Eingreifen der Nato im Jahre 1999 habe das Kosovo "eigene demokratische Institutionen" gebildet, die von Belgrad nicht kontrolliert werden, sagte Rice.

Das Kosovo-Parlament hatte am vergangenen Sonntag die Unabhängigkeit von Serbien ausgerufen. Die Regierung in Belgrad kritisierte diese Entscheidung als "gewaltsame Spaltung" des serbischen Territoriums. Bisher erkannten Afghanistan, die USA und die Türkei das unabhängige Kosovo offiziell an. Außerdem kündigten Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Österreich und Belgien an, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen.

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