Ausland
Iran sieht hinter EU-Kritik an Aussagen gegen Israel zionistische Lobby
"Die Erklärung des EU-Vorsitzenden hinsichtlich der Position Irans zu Israel ruft Verwunderung und Bedauern hervor", heißt es in einer Pressemitteilung des iranischen Außenministeriums.
EU-Vorsitzland Slowenien hatte die Aussagen einiger iranischer Spitzenpolitiker über Israel als "unannehmbar, schädlich und unzivilisiert" bewertet. Die EU rief Iran auf, die unfreundliche Rhetorik zu beenden und auf Drohungen gegen andere Mitgliedsstaaten der Völkergemeinschaft zu verzichten.
Wie das iranische Außenamt mitteilte, hat die Europäische Union dieses Dokument zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem das "zionistische Regime" Iran "unverhüllt bedroht, Terrorakte unternimmt und täglich unschuldige Palästinenser tötet". "Die EU hat allerdings noch in keiner Weise darauf reagiert", betonte das iranische Außenamt.
"Die Annahme einer derart voreingenommenen und unverantwortlichen Erklärung ist eine Folge des Drucks, der von der internationalen zionistischen Lobby unternommen wird", so Teheran.
Der Mullah-Staat verurteilt die EU-Politik der "doppelten Standards" und fordert vom EU-Vorsitzland, "die destruktive Haltung zu Iran zu revidieren".
In einer Kundgebung hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad Israel vor kurzem mit einem "wilden Tier" verglichen. Der Chef der iranischen Revolutionswächter, Mohammad Ali Jafari, bezeichnete den israelischen Staat als ein "Krebsgeschwür". Tel Aviv bewertete diese Worte als einen Aufruf zur Vernichtung Israels.

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