Ausland
Irans Atomprogramm: Immer weniger Länder befürworten Sanktionen
Wie die Umfrage von der Stiftung World Public Opinion und dem US-Nachrichtensender CNN in 31 Staaten vor der Annahme der dritten Iran-Resolution belegt, sprach sich die Mehrzahl der Befragten in 27 Länder gegen Wirtschaftssanktionen und gegen Druck auf Teheran aus.
"Die Anzahl der Befürworter harter Druckmaßnahmen gegen Iran - Wirtschaftssanktionen bzw. militärische Operation - ist in zwölf der 21 Länder (in denen zuvor solche Umfragen gemacht wurden) zurückgegangen", heißt es in einer Pressemitteilung zu der Umfrage, an der sich 30 000 Bürger beteiligt hatten.
In Australien, wo die "harte Einstellung" zu Teheran im Sommer 2006 von 52 Prozent der Befragten unterstützt wurde, ging der Anteil der Befürworter um zehn Prozent zurück. In Großbritannien ging dieser Anteil von 43 auf 34, in Deutschland von 46 auf 37 und in den USA von 66 auf 60 Prozent zurück. Zugenommen hat der Anteil der Befürworter scharfer Sanktionen nur in Israel, Südkorea und der Türkei.
Von entscheidender Bedeutung für die öffentliche Meinung war der Bericht der US-Geheimdienste, laut dem Teheran seine militärischen Atomprogramme bereits 2003 gestoppt hatte.
In 17 Ländern ist eine Mehrheit der Bürger der Überzeugung, dass Iran die Urananreicherung fortsetzen darf, wenn dieser Prozess von der IAEO umfassend kontrolliert wird. Zehn Länder sprachen sich mehrheitlich gegen das iranische Atomprogramm aus. In vier Ländern war die Meinung zu dieser Frage geteilt.

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