Ausland
Bush will Kosovos eigene Armee mit Waffen ausrüsten - Polnische Zeitung
Wie es einem Artikel der polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" auf ihrer Webseite heißt, hatte US-Präsident George W. Bush vergangene Woche der Provinz Kosovo Hilfe bei der Bildung einer eigenen Armee und deren Ausrüstung angeboten.
"Wie Bush meint, wird dadurch die ‚Sicherheit der USA' gestärkt. Außerdem soll dadurch die Fähigkeit des neuen Staates steigen, Frieden zu gewährleisten sowie dem Terrorismus Widerstand zu leisten und auf etwaige humanitäre Krisen zu reagieren."
Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt, kritisiert die Absichten Washingtons.
Einige europäische Länder, die dem neuen Staat ebenfalls die Anerkennung verweigern, sind der Auffassung, dass es noch verfrüht ist, eine Kosovo-Armee zu bilden. Außerdem befürchten sie, dass die neuen Armeestrukturen das alte Kommando der Befreiungsarmee des Kosovo (UCK) übernehmen werden, die sich durch eine radikale anti-serbische Stimmung auszeichnet und deren militärische Vergangenheit nicht gründlich genug überprüft wurde.
Die neue Kosovo-Armee soll 2 500 aktive Militärs und 800 Reservisten zählen, sie wird aber über keine Panzer, Schwerartillerie, Kampfflugzeuge und -Hubschrauber verfügen.
Die bisherigen Angehörigen des Kosovo-Schutzkorps (KPC) sollen in dem entstehenden Sicherheitsdienst von Nato-Instrukteuren ausgebildet werden.
Der KPC zählt heute offizielle 2 700 Soldaten und 2 300 Reservisten. 85 Prozent von ihnen sind ehemalige albanische UCK-Partisanen.

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