
TIFLIS/PRISTINA, 14. April (RIA Novosti). Die Kaukasusrepublik Georgien wird noch in dieser Woche seine 150 Soldaten der von der NATO geführten Kosovo-Truppe KFOR abziehen.
Ein entsprechender Beschluss wurde am Montag vom georgischen Verteidigungsministerium gefasst, teilte Ministeriumssprecherin Nana Inzkirweli Journalisten in Tiflis mit. Die Entscheidung sei bereits mit dem KFOR-Kommando abgestimmt worden. Ein KFOR-Sprecher bestätigte in Pristina die Angaben. Dabei konnte er nicht sagen, ob es sich bei dem Truppenabzug um eine Reaktion Georgiens auf die Weigerung des NATO-Gipfels von Anfang April in Bukarest handele, Tiflis #in den Aktionsplan für eine NATO-Mitgliedschaft einzubinden.
Die Entscheidung, die georgischen Soldaten aus dem Kosovo abzuziehen, führte Georgiens Vizeverteidigungsminister Batu Kutelia darauf zurück, dass "die NATO aktuellere Aufgaben zu lösen hat", darunter in Afghanistan. "Gegenwärtig werden Konsultationen mit der Allianz geführt. Möglicherweise im Herbst werden wir unsere Friedenssoldaten nach Afghanistan entsenden", sagte Kutelia.
Eine Kompanie der georgischen Friedenssoldaten ist seit 2002 im Einsatz im Kosovo. Etwa 2000 georgische Soldaten sind seit 2003 im Irak stationiert.