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Ausland

Organhandel im Kosovo: Russland fordert Untersuchungsbericht vom UN-Tribunal

09:54 05/06/2008
NEW YORK (UNO), 05. Juni (RIA Novosti). Russland verlangt vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) einen ausführlichen Bericht über die Ermittlungen zum Organhandel im Kosovo.

Das sagte der russische UNO-Botschafter Vitali Tschurkin in einer Sitzung des Sicherheitsrates am Mittwoch.

Carla del Ponte, Ex-Chefanklägerin des UN-Tribunals, hatte in ihrem Buch behauptet, dass Kämpfer der Kosovo-Befreiungsarmee 1999 mehr als 300 Serben sowie Frauen aus Albanien, Russland und anderen Ländern entführt hätten.

Nach Angaben von del Ponte waren sie in den Norden Albaniens gebracht worden, wo ihnen in einem Labor lebenswichtige Organe für den Schwarzhandel entnommen wurden.

"Es entsteht das Gefühl, dass ernsthafte Anschuldigungen wie die massenhafte gewaltsame Entnahme menschlicher Organe vom Tribunal unter verschiedenen Vorwänden einfach ignoriert werden", betonte der russische UN-Diplomat.

Tschurkin fordert den Internationalen Strafgerichtshof auf, diese Fakten zu überprüfen.

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