RIA Novosti

Weißes Haus dementiert Bericht über Geheimoperationen in Iran

10:55 01/07/2008

WASHINGTON, 01. Juli (RIA Novosti). Die Administration von Präsident George W. Bush hat einen Bericht des renommierten US-Journalisten Seymour Hersh dementiert, wonach US-Sondereinheiten Geheimoperationen in Iran erweitert haben.

Bei einem Briefing am Montag in Washington darauf angesprochen, erwiderte US-Außenamtssprecher Tom Casey: "Sobald ich zu lachen aufhöre, werde ich versuchen, Ihre Frage zu beantworten."

Casey machte darauf aufmerksam, dass der US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, "in CNN bereits dazu Stellung genommen hatte". Im Fernsehsender hatte Crocker gesagt: "Ich kann ihnen ohne Umschweife mitteilen, dass die US-Streitkräfte keine Operationen jenseits der Grenze des Iraks zu Iran im Süden bzw. sonst wo unternehmen."

Auf diese Äußerung des Botschafters erwiderte Hersh, der Botschafter könnte eventuell über die Geheimoperationen der US-Sondereinheiten nicht informiert sein. Der Sprecher des US-Außenamtes sagte zudem: "Die Idee, der zu Verschwörungstheorien neigende Journalist wisse mehr als der Botschafter in diesem Land, hält keiner Kritik stand."

In seinem am Montag im Magazin "The New Yorker" veröffentlichten Beitrag behauptet Hersh, der US-Kongress habe die Bereitstellung von 400 Millionen Dollar für Geheimoperationen in Iran gebilligt. Die Einheiten sollen iranische Atomanlagen zwecks eines eventuellen Militärschlags ausfindig machen.

Hersh schreibt seit zwei Jahren für "The New Yorker" regelmäßig über die Vorbereitung einer US-Militäroperation in Iran.

Die Pressesekretärin des Weißen Hauses, Dana Perino, die ebenfalls um eine Stellungnahme zu Hershs Beitrag gebeten wurde, erwiderte, sie halte es nicht für nötig, so etwas zu kommentieren.

Zuvor hatte sich auch Gordon Johndroe, Sprecher des nationalen Sicherheitsrats beim US-Präsidenten, geweigert, zu diesem Beitrag Stellung zu nehmen.

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