RIA Novosti

Bildung von Unionsstaat Russland-Weißrussland behindern innere Probleme und US-Raketenabwehr

17:51 01/07/2008

MOSKAU, 01. Juli (RIA Novosti). Die Parlamentarier von Russland und Weißrussland sehen die Hauptbedrohung für die Bildung des Unionsstaates vor allem in den inneren Problemen beider Länder, aber auch äußere Probleme wie die Stationierung von Teilen der US-Raketenabwehr in Europa behindern den Prozess.

"Ich möchte im Namen der Parlamentsabgeordneten des Unionsstaates Besorgnis äußern. Nach meiner Ansicht hat das Hauptproblem einen internen Charakter...Denn nachdem wir den Vertrag über die Gründung des Unionsstaates unterzeichnet und die Leitungsstrukturen gebildet haben, entsteht der Eindruck, als würden wir nicht ganz begreifen, was wir nun mit diesen Strukturen anfangen sollen", sagte der Staatsduma-Abgeordnete Anatoli Lokot bei einer Videokonferenz zwischen Brüssel, Moskau und Minsk, die von RIA Novosti organisiert wurde.

Er ging auch auf äußere Probleme ein, die die Bildung des Unionsstaates behindern würden.

Es gebe zwar keine Widersacher in Europa, jedoch seien die Vorgänge "an unseren westlichen, nördlichen und seit einiger Zeit auch südlichen Grenzen" besorgniserregend. Es handele sich dabei vor allem um "Luftangriffsmittel", die derzeit im Baltikum ihren Dienst versehen würden, sagte Lokot.

"Völlig unannehmbar ist für uns die Stationierung von Teilen des US-amerikanischen Raketenabwehrsystems in Europa. Das bedeutet eine unmittelbare Bedrohung für den Unionsstaat", sagte der Parlamentarier.

Er betonte, das Unionstaats-Projekt habe in politischer, ökonomischer und militärischer Hinsicht eine beispiellose Bedeutung für den Schutz der Interessen Russlands und Weißrusslands.

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