Ausland
Teheran setzt im Atomkonflikt auf Verhandlungen
Dies teilte der Vizechef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad Saidi, mit.
"Der Westen ist bereit, die Verhandlungen mit Iran aufzunehmen, weil dies der beste und logischste Weg zur Lösung des Konflikts ist. Unsere Diplomatie beruht auf einem Verhandlungsprozess. Die Verhandlungen beginnen in der nächsten Zeit und dann werden viele unbestimmte Sachen klar", sagte Saidi.
Zuvor hatte der französische Präsident Nicolas Sarkozy gesagt, dass der EU-Chefdiplomat Javier Solana demnächst in Iran eintreffen werde, um sich mit Teherans Antwort auf die Vorschläge der vermittelnden Sechser-Gruppe auseinanderzusetzen.
Die Sechser-Gruppe will Teheran mithilfe eines Anreizpakets zu einem Verzicht auf seine Uran-Anreicherung bewegen. Unter anderem werden Iran darin die Unterstützung beim Bau eines Leichtwasserreaktors mittels moderner Technologien sowie verbindliche Garantien für Kernbrennstofflieferungen angeboten.
Außerdem wurde mit dem Anreizpaket eine Kooperation in den Bereichen Atomenergie, Handel, Finanzwesen, Landwirtschaft und Hochtechnologie sowie eine Normalisierung der Beziehungen zur EU angeboten. Dafür soll die islamische Republik zunächst während der Gespräche ihr umstrittenes Atomprogramm einstellen.
Die USA und eine Reihe anderer Staaten werfen Iran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran weist dies zurück und betont, dass die Kernenergie ausschließlich für zivile Zwecke eingesetzt werde.

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