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Ausland

Chavez droht Exxon erneut mit Öllieferstopp

11:43 14/07/2008
MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Der Ölpreis in den USA kann laut dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez die Marke von 300 Dollar überschreiten, wenn der US-Konzern Exxon Mobil erneut versuchen würde, die venezolanischen Konten zu sperren.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Ein Gericht hatte auf Klage von Exxon zwölf Milliarden Dollar sperren lassen, die der venezolanischen Ölfirma PDVSA gehören. Später setzte ein Londoner Gericht dieses Urteil außer Kraft.

"Wenn sie unsere Aktiva wieder sperren würden, dann hätten die USA kein Öl mehr und der Ölpreis würde auf 300 Dollar je Barrel springen", sagte Chavez bei einem Treffen mit zentralamerikanischen Staatschefs.

Am Samstag hatte Chavez bereits gewarnt, dass ein Angriff auf Iran den Ölpreis bis auf die Marke von 200 Dollar treiben würde.

Am Freitag stieg das Nordseeöl der Sorte Brent Crude Oil an der Londoner Börse um 2,46 auf 144,49 Dollar je Barrel (159 Liter). In New York kostete ein Fass US-Leichtöl (Light Sweet Crude Oil) 145,08 Dollar.

Händler begründeten die Höhe des Ölpreises mit Sorgen vor einem drohenden Angriff gegen Iran, zumal der Generalsekretär des Ölkartells Opec vor einem "hemmungslosen" Preisanstieg im Falle eines Kriegs mit Iran warnte. Auf Opec entfallen rund 67 Prozent der weltweiten Ölreserven.

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