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USA planen diplomatische Vertretung in Iran - "Guardian"

12:09 17/07/2008

Nach knapp 30 Jahren diplomatischer Eiszeit wollen die USA wieder eine diplomatische Vertretung in Iran eröffnen. Das teilte die britische Zeitung "Guardian" am Donnerstag unter Berufung auf die Quellen in der US-Regierung mit.

MOSKAU, 17. Juli (RIA Novosti). Nach knapp 30 Jahren diplomatischer Eiszeit wollen die USA wieder eine diplomatische Vertretung in Iran eröffnen. Das teilte die britische Zeitung "Guardian" am Donnerstag unter Berufung auf die Quellen in der US-Regierung mit.

Wie die Zeitung berichtet, will die US-Regierung im kommenden Monat diesbezüglich eine offizielle Erklärung machen. Gegenwärtig vertritt die schweizerische Botschaft die US-Interessen in Teheran.

Die sogenannte "Interessenvertretung" der USA in Iran wird sich voraussichtlich nach wie vor auf dem Territorium der schweizerischen Botschaft befinden. Die US-amerikanischen Diplomaten in Teheran werden mit allen entsprechenden Vollmachten ausgestattet.

Die USA hatten ihre diplomatischen Beziehungen zu Iran nach der Geiselkrise 1979/1981 abgebrochen. Damals hielten radikale Studenten - Anhänger des Revolutionsführers Ajatollah Ruhollah Musawi Khomeini - 52 US-Diplomaten 444 Tage lang in der amerikanischen Botschaft als Geiseln fest.

Geplant sei zunächst eine Interessenvertretung ähnlich wie auf Kuba. Das sei praktisch ein halber Schritt hin zur Errichtung einer ständigen US-Botschaft in Teheran, berichtete der Washington-Korrespondent der britischen Zeitung ohne Nennung von Quellen. In der vergangenen Woche hatte der US-Diplomat William Burns bereits im Kongress erklärt, die USA würden einen solchen Schritt prüfen.

Präsident Bush führte in den vergangenen sieben Jahren eine hart abgrenzende Politik gegenüber Iran. Wie die westlichen Medien in den letzten Wochen berichteten, wollten die USA militärisch gegen das Atomprogramm Teherans vorgehen. Doch in den letzten Tagen seiner Administration wolle Bush etwas Positives hinterlassen, auf das er sich beziehen kann, mutmaßt der "Guardian" nun als Grund für den Sinneswandel.

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