Ausland
Russlands Botschafter weist Londons Kritik an Simbabwe-Veto zurück
„In Wirklichkeit widerspricht Russlands Veto-Entscheidung keineswegs den G8-Vereinbarungen“, schrieb Fedotow in einem Gastbeitrag für die britische Zeitung „Guardian“.
Die auf dem jüngsten Gipfel in Japan verabschiedete G8-Erklärung enthält laut Fedotow keinen Aufruf zu UN-Sanktionen: „Während der Gespräche auf dem G8-Gipfel haben wir absolut klar gesagt, dass wir in dieser Phase keine Sanktionen unterstützen“.
Russland verurteile zwar die Gewalt in Simbabwe, doch dürfe die dortige Regierung nur dann als legitim gelten, wenn ihre Vorgehensweise dem Willen des ganzen Volkes entspreche. Sanktionen würden aber die Verhandlungen zwischen Simbabwes Kabinett und der Opposition untergraben, so Fedotow.
Der britische Regierungschef Gordon Brown hatte am Montag Russlands Nein zu UN-Sanktionen gegen Simbabwe scharf kritisiert: „Nach meiner Auffassung ist es schwierig, Russlands und Chinas Veto gegen die Simbabwe-Resolution zu rechtfertigen“.
Der UNO-Botschafter der USA, Zalmay Khalilzad, hatte gesagt, das Vertrauen zu Russland als G8-Mitglied werde nun in Frage gestellt.
Die Sanktionen gegen Simbabwe waren am vergangenen Freitag am Veto Russlands und Chinas gescheitert. Die westlichen Länder hatten unter anderem gefordert, Simbabwes Präsident Robert Mugabe und weitere Regierungsmitglieder mit einem Reiseverbot zu belegen und deren Konten im Ausland einzufrieren.

in den Blog einfügen
Sie können den Link in Ihren Blog kopieren.
Video-Code:
Vorschau:


Twitter






