Ausland
Venezuelas Präsident Chavez trifft in Moskau ein - Rüstungs- und Ölgeschäfte im Mittelpunkt
Thema: Chavez in Moskau
Zuvor hatte Chavez Bolivien, Brasilien und Nikaragua besucht. Nach Russland wird er noch nach Spanien und Portugal reisen.
Wie Venezuelas Außenminister Nicolas Maduro betonte, sollen mit dieser Reise „die negativen Kräfte der imperialistischen Eliten neutralisiert und die strategischen Bündnisse mit den Brudervölkern gefestigt werden, die sich für eine multipolare Welt ohne Imperien und Kriege einsetzen“, berichten lateinamerikanische und spanische Medien.
„Das Bündnis, das Venezuela mit Russland dank der Außenpolitik der letzten Jahre geschlossen hat, ist von fundamentaler Bedeutung für die wirtschaftliche Zukunft von ganz Lateinamerika“, fügte Maduro hinzu. „Dank diesem Bündnis konnte Venezuela die militärtechnische Blockade überwinden, die die USA zu errichten vermochten.“
Wie die spanische Nachrichtenagentur Efe berichtet, wird Chavez während des Russland-Besuchs voraussichtlich über den Erwerb russischer Panzer verhandeln. Venezuelas Außenminister betonte seinerseits, dass Venezuela dank der neuen Militärdoktrin dieses Landes eine gut ausgerüstete Armee haben soll, die den Schutz des Landes garantieren und das friedliche Klima in der Region aufrechterhalten könnte.
Außerdem soll Venezuela weiterhin Militärflugzeuge und -hubrschrauber in Russland kaufen.
Darüber hinaus will Chavez über die Gründung einer russisch-venezolanischen Bank für die Finanzierung gemeinsamer Projekte verhandeln. „Die Gründung einer gemeinsamen Bank würde die wirtschaftliche und die finanzielle Unabhängigkeit unserer Länder festigen, was den Zustrom von Investitionen im Interesse beider Völker fördern würde“, meinte er.
„Ich reise nächste Woche zu einem Besuch nach Moskau, und dieser Besuch wird von großer strategischer Bedeutung sein“, erklärte Chavez vor einigen Tagen.
Der Warenumsatz zwischen Russland ist von 517 Millionen Dollar 2006 auf 1,129 Milliarden Dollar 2007 gewachsen. In der wirtschaftlichen Kooperation dominiert der Brennstoff- und Energiebereich. Auf dem venezolanischen Markt sind die Konzerne Gazprom, Lukoil, TNK-BP, RusAl u. a. präsent.

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