Ausland
Südossetien: Russland und EU vereinbaren reguläre Kontakte zur Beilegung von Konflikt (Zusammenfassung)
Das teilte das Informationsamt des russischen Außenministeriums nach einem Telefongespräch zwischen Russlands Außenminister Sergej Lawrow und EU-Chefdiplomat Javier Solana am Freitag in Moskau mit. "In dieser Situation ist eine prinzipienfeste Einschätzung der aggressiven Handlungen der georgischen Behörden notwendig, die alle Normen des Völkerrechts überschritten haben. Diese Handlungen hatten zahlreiche Opfer unter der Zivilbevölkerung und russischen Friedenssoldaten zur Folge", wurde Lawrow in der Mitteilung zitiert.
Die einzig mögliche Lösung wären nach seinen Worten der Abzug der georgischen Truppen aus der Konfliktzone und die Wiederherstellung der Kontrolle über Südossetien in Übereinstimmung mit gültigen Vereinbarungen. Solana teilte die Besorgnis über die gefährliche Entwicklung, hieß es.
Am selben Tag telefonierte Lawrow auch mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Dabie bekräftigte der russische Außenamtschef seine Position, nach der Georgien seine Truppen aus Südossetien abziehen muss. Georgien müsse seine "gesetzwidrigen Handlungen" in der abtrünnigen Region einstellen, forderte Lawrow.
In der Nacht zum Freitag waren die georgischen Truppen auf das Territorium der völkerrechtlich nicht anerkannten Republik Südossetien eingedrungen und hatten die Hauptstadt Zchinwali unter Beschuss genommen. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört. Die Behörden Südossetiens melden mindestens 1400 Tote unter der Zivilbevölkerung.
Bislang kamen nach präzisierten Angaben zwölf russische Friedenssoldaten ums Leben, etwa 150 wurden verletzt. Die durch schwere Kampftechnik verstärkten russischen Friedenstruppen konnten georgische Feuernester in Zchinwali vernichten. Die Kämpfe in der südossetischen Hauptstadt gehen weiter.

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