MOSKAU, 12. August (RIA Novosti). Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hat Russland dazu aufgerufen, Begriffe wie "ethnische Säuberungen" und "Völkermord" nicht im Zusammenhang mit den georgischen Handlungen in der abtrünnigen Republik Südossetien zu verwenden. Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in einer Pressekonferenz in Moskau. Ihm zufolge hat Rice die Meinung geäußert, Moskau solle in seinen öffentlichen Kommentaren über das Vorgehen des georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili in Südossetien Begriffe wie "Genozid", "ethnische Säuberungen" und "Kriegsverbrechen" vermeiden. Auf seine Frage, warum eine solche Bewertung der Ereignisse unzulässig sei, habe Rice jedoch nicht geantwortet. "Einige Tage, nachdem Rice mich gebeten hat, solche Begriffe nicht zu gebrauchen, hat Herr Saakaschwili vor dem Hintergrund der EU-Flagge oder der Flagge des Europarates verlautbart, die russische Seite wolle ganz Georgien annektieren und gebrauchte den Begriff 'ethnische Säuberungen' ... Ich gehe davon aus, dass Condoleezza Rice nach dem Gespräch mit mir es zeitlich nicht geschafft hat, Saakaschwili um dasselbe zu bitten", so Lawrow. In der Nacht zum 8. August waren georgische Truppen in Südossetien einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Der Großteil der Stadt ist zerstört. Die örtlichen Behörden melden etliche Opfer unter der Zivilbevölkerung. Es seien rund 1600 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn russische Friedenssoldaten seien gestorben. weitere Artikel zu diesem Thema
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