Ausland
Südossetien: Differenzen um Zukunft der Friedensmission
„Der provisorischen Vereinbarung über die Waffenruhe soll ein internationales Kontingent folgen“, sagte der georgische Präsident Michail Saakaschwili am Freitagabend nach seinem Treffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice.
Rice sprach sich für die Entsendung internationaler Beobachter ins Krisengebiet aus: „Um die Lage in Georgien zu stabilisieren, ist die Präsenz internationaler Beobachter vor Ort erforderlich. Wir brauchen eine zuverlässigere und unvoreingenommene Friedenstruppe“.
Sie berief sich auf die Erklärung des OSZE-Vorsitzlandes Finnland, ein europäisches Kontingent könne bereits in einigen Tagen nach Georgien entsandt werden.
„Ich rechne damit, dass Russland die Ankunft dieser Kräfte nicht stört“, hieß es.
Kurz zuvor sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew nach seinem Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russland sei nicht gegen internationale Friedenskräfte im Konfliktgebiet.
Doch Abchasien und Südossetien vertrauen laut Medwedew nur Russland: „Gerade deswegen sind sie jetzt der Meinung, dass die russischen Truppen ihr einziger Sicherheitsgarant sind. Das muss in Betracht gezogen werden“. Deshalb gebe das russische Friedenskontingent sein Mandat nicht auf.

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