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Kritik an Saakaschwili durch Werbung unterbrochen - Kreml empört

22:05 15/08/2008
MOSKAU, 15. August (RIA Novosti). Der Kreml hat den US-Fernsehsender Fox scharf kritisiert, der den Bericht einer Ossetin über den georgischen Angriff auf Zchinwali durch die Werbung unterbrach.

„Diese Vorgehensweise des Moderators und des Senders ist eine Schamlosigkeit“, sagte der stellvertretende Chef der Kreml-Administration, Alexej Gromow, am Freitag gegenüber RIA Novosti.

Die 12-jährige Amanda Kokojewa und ihre Tante Lora Tadejewa wurden am Vortag ins Fox-Fernsehstudio in San Francisco eingeladen, um über die Entwicklungen im Kaukasus zu berichten. Amanda war bei ihrem Onkel in Zchinwali zu Gast gewesen, als die georgischen Truppen die südossetische Hauptstadt unter heftigen Beschuss nahmen.

Amanda erzählte: „Ich flüchtete vor den georgischen Truppen, die die Stadt angriffen. Ich möchte den russischen Truppen danken, die uns halfen“.

Auch Lora sagte: „Das war schrecklich, ich möchte, dass alle wissen, wer für diesen Konflikt verantwortlich ist. Das ist Herr Saakaschwili, der den Krieg angefangen hat, der…“. Da unterbrach sie der Moderator und dankte.

Lora fuhr aber fort: „Zwei Tage lang wurde mein ossetisches Volk bombardiert, 2000 Menschen starben an einem Tag“. Da wurde eine Werbepause eingelegt.

Eine Fox-Mitarbeiterin, die ihren Namen nicht nennen wollte, rechtfertigte gegenüber RIA Novosti die Entscheidung ihres Kollegen: Dieser habe keine Zeit mehr gehabt, denn die Sendung sei zu jenem Moment praktisch zu Ende gewesen. Der Moderator war also gezwungen, seine Gesprächspartner zu unterbrechen, hieß es.

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