MOSKAU, 16. August (RIA Novosti). Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sieht "als auslösendes Moment" der jetzigen Kampfhandlungen im Südkaukasus den "Einmarsch der Georgier nach Südossetien". In einem Gespräch mit dem SPIEGEL bezeichnete der Ex-Kanzler den georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili als "Hasardeur", wie das Magazin am Samstag auf seiner Internet-Seite berichtete. Schröder warnt davor, Georgien schnell in die Nato aufzunehmen. Er sehe die Chancen auf einen Beitritt von Tiflis infolge der jüngsten Ereignisse "in noch weitere Ferne" gerückt, sagte Schröder dem SPIEGEL. Der frühere Kanzler begrüßt eine Friedensmission der OSZE in Südossetien und Abchasien auch unter deutscher Beteiligung. Sollte es aber zu einer Mission ohne ausdrückliche russische Zustimmung kommen, "möchte ich keine deutschen Soldaten dort stationiert sehen", sagte er. Schröder zeigte sich überzeugt davon, dass Russland im Kaukasus keine Annektierungspolitik verfolge. Er sehe nicht, dass man das Konzept der "strategischen Partnerschaft" zwischen Berlin und Moskau wegen der jüngsten Ereignisse aufkündigen müsse, sagte Schröder: "Ich halte überhaupt nichts von einer Dämonisierung Russlands. Ich begreife Russland als Teil Europas." weitere Artikel zu diesem Thema
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||