Ausland
Kaukasus-Krieg: Nato-Außenminister beraten über Unterstützung für Georgien
Die Sitzung, an der auch Georgien teilnehmen soll, findet auf Anregung der USA statt. Laut Beobachtern will US-Außenministerin Condoleezza Rice die Nato-Verbündeten zu einem harten Widerstand gegen Russland bewegen. Es wird unter anderem über einen möglichen Ausschluss Russlands aus der G8 spekuliert.
Davor hatte die Nato Russland bereits eine unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt beim Friedenseinsatz in Georgiens abtrünniger Provinz Südossetien vorgeworfen. Der amerikanische Nato-Botschafter Kurt Volker schloss nicht aus, dass die Nato die Kooperation mit Russland einengen könne.
Nato-Sprecherin Carmen Romero trat indes Meldungen entgegen, dass die Nato-Staaten über die weiteren Beziehungen zu Russland uneinig seien. Ihr zufolge wird der Nordatlantik-Pakt Georgien "unmissverständlich" Unterstützung aussprechen.
Als Russland am vergangenen Dienstag eine Sondersitzung des Russland-Nato-Rats einberufen wollte, um seine Sicht auf die Lage in Südossetien darzulegen, ließen die USA das Treffen scheitern.
Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin rief die Nato auf, die Ereignisse im Kaukasus objektiv einzuschätzen. Anderenfalls müsste Russland seine Zusammenarbeit mit der Nato reduzieren.
In der Nacht zum 8. August waren georgische Truppen in die nicht anerkannte Republik einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Bei dem bewaffneten Konflikt kamen laut den Angaben des russischen Außenamtes rund 1600 Menschen ums Leben.
Zum Schutz der Südosseten, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft besitzen, schickte Russland rund 10 000 Soldaten in die Region, um die georgischen Einheiten aus Südossetien zu drängen.
Am 12. August verkündete der russische Präsident Dmitri Medwedew die Beendigung der Gegenoffensive in der Konfliktzone. Am 18. August begann Russland mit dem Truppenabzug von georgischem Gebiet.

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