
MOSKAU, 21. August (RIA Novosti). Nach Angaben des russischen Aufklärungsdienstes waren die USA über den Zeitpunkt des Beginns des georgischen Einmarsches in Südossetien vorher informiert.
Diese Meinung äußerte ein Sprecher einer Aufklärungsbehörde am Donnerstag in einem RIA-Novosti-Gespräch.
Nach seinen Worten hat die russische Militäraufklärung Angaben bekommen, die bestätigen, dass Tiflis seine Pläne für eine Militäroperation in Südossetien und Abchasien mit Washington abgestimmt hatte.
Eine indirekte Bestätigung dafür gebe die kurzfristige Absage des Besuchs einer US-Militärdelegation in Russland, der vom 10. bis zum 14. August hätte stattfinden sollen.
"Die ranghohe Delegation unter Leitung von Admiral Gary Roughead, Chef der Marineoperationen der US-Navy, die vom 10. bis zum 14. August in Russland hätte weilen sollen, hatte am 1. August ihren Besuch überraschend abgesagt", teilte der Sprecher mit. Die US-Militärs begründeten das mit einer angeblich ausgebliebenen Genehmigung für den Flug der Maschine mit der Delegation, "was nicht der Wirklichkeit entspricht".
"Das beweist, dass die USA von der Militäroperation Bescheid wussten, die Georgien in Südossetien und Abchasien plante", hieß es.
Während des Russland-Besuchs hätten die US-Militärs mit dem US-Botschafter in Russland zusammentreffen sowie mehrere Objekte des russischen Verteidigungsministeriums, "darunter den Hauptstab der Seekriegsflotte Russlands" besuchen sollen.
In der Nacht zum 8. August hatte Georgien mit Kampfhandlungen in Südossetien begonnen.