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Putin vermutet hinter Südossetien-Krieg US-Kräfte - MEHR

20:11 28/08/2008
MOSKAU, 28. August (RIA Novosti). Der russische Premierminister Wladimir Putin schließt nicht aus, dass der Konflikt in Georgien, der hunderte Zivilisten das Leben gekostet hat, von "gewissen US-Kräften" provoziert worden war, um den Wahlkampf eines der Präsidentschaftskandidaten zu unterstützen.

"Wenn sich meine Vermutungen bestätigen, dann entsteht der Verdacht, dass jemand in den USA den Konflikt ganz bewusst provoziert hatte, um für einen der Kandidaten Vorteile im Wahlkampf zu schaffen", sagte Putin dem Fernsehsender CNN.

In der Nacht zum 8. August war die georgische Armee, die in den vergangenen Jahren von den USA und anderen Nato-Staaten ausgebildet und ausgerüstet worden war, in die nicht anerkannte Republik Südossetien einmarschiert und nahmen deren Hauptstadt Zchinwali unter schweren Beschuss. Nach den jüngsten südossetischen Angaben wurden dabei 2100 Menschen getötet, mehr als 30 000 mussten nach Russland fliehen.

Zum Schutz der Südosseten, von denen viele die russische Staatsbürgerschaft besitzen, schickte Russland rund 10 000 Soldaten in die Region, um die georgischen Einheiten aus Südossetien zu drängen.

Der Konflikt in Südossetien geriet in den Mittelpunkt des Wahlkampfes in den USA. Die Präsidentschaftswahl steht am 4. November an.

Laut Experten konnte der jetzige Wahlfavorit John McCain einen Teil der Wähler seines Rivalen Barak Obama für sich gewinnen, weil er das Vorgehen Russlands in Südossetien scharf kritisiert hatte. McCain schickte zwei seine Wahlberater nach Georgien. Außerdem besuchte McCains Ehefrau diese Woche Tiflis.

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